Bevor es mit meinem Blogartikel losgeht möchte ich Dich bitten, Dir gedanklich die 5 wichtigsten Menschen in Deinem Leben ins Gedächtnis zu rufen. Ich komme später noch einmal auf Deine Auswahl zurück.

Ich denke momentan oft über das Thema Selbstfürsorge nach, denn es begegnet mir immer wieder in meinem Leben als Frau, Mutter, Selbständige und natürlich auch beruflich in meiner Praxis. Frauen wirtschaften sich manchmal bis an den Rand ihrer Kräfte. Sie kümmern sich liebevoll um ihre Familie, bringen bemerkenswerte Leistungen im Job, kümmern sich selbstverständlich um den Haushalt, die privaten Schreibtischthemen und haben oft auch noch ein Amt im Verein/Sport/Schule/Ehrenamt inne. Fürsorge und Verantwortung für andere zu übernehmen, ist meistens eine Selbstverständlichkeit.

Wie sieht es mit Deinen eigenen Reserven aus? Wie voll oder leer ist Dein Akku? Wann hast Du das letzte Mal bewußt für Dich selber gesorgt? Damit meine ich nicht das Versorgen im Vorbeigehen, den Lieblings-Kaffee im Gehen oder das Bio-Sandwich auf die Hand. Auch das 4-stündige Rund-um-Sorglos-Paket in der Wellness-Oase ist nicht gemeint.

Selbstfürsorge ist mehr. Denn sie geht an die Essenz: Deinen körperlichen und Deinen mentalen Gesundheitszustand.

Wir können nicht immer in der Balance sein. Wir können aber lernen, auf uns zu achten und für uns zu sorgen. Selbstfürsorge ist kein Egoismus – sie ist eine Aufgabe fürs Leben. Selbstfürsorge bildet die Basis für alles im Leben, was uns wichtig ist und was wir lieben. Haben wir körperlich und mental gut für uns gesorgt, können wir uns auch gut um Andere kümmern.

Wie kann Selbstfürsorge für uns Frauen/Partnerinnen/Mütter/Berufstätige aussehen?

Räume Dir bewußt eine Pause am Tag ein, in der Du nicht gestört wirst und Du mit Dir allein sein kannst. Ziehe innerlich Bilanz: ist alles im grünen Bereich? Was tut mir gerade gut? Was brauche ich?

Erkundige Dich nach einer Auszeit, zum Beispiel in Form einer Kur (Hilfe gibt es u.a. bei der Caritas oder dem Müttergenesungswerk). Was Du vielleicht noch nicht wusstest: Du hast Mitspracherecht bei der Auswahl der Einrichtung, kannst Dein Wunschhaus vorab kontaktieren und bekommst von der Patientenbetreuung konkrete Angaben, was an Unterlagen benötigt wird. Das spart Dir Zeit und Diskussionen mit der Krankenkasse Nerven.

Nutze die Tageszeit, in der Du Dich am wohlsten fühlst für die wichtigen „to dos“. So bleibt genug Kraft übrig für die anderen Stunden Deines langen Tages.

Nimm das Essen zu Dir, was Du gut verträgst. Es bringt Dir Energie, statt sie zu rauben. Nutze die Energie der Lebensmittel, die zu Dir passen.

Übe „Nein“ sagen zu den Dingen (und Menschen), die Dir nicht gut tun und die Dich aussaugen. Das kannst Du gut an einem Ort üben, an dem Du alleine bist und Dich niemand hört (z.B. im Auto, im Bad). So bist Du gut vorbereitet für die nächste Anfrage, ohne Dich überrumpelt zu fühlen.

Enttarne Selbstsabotage: „Das ändert ja doch nichts!“ oder „Ich kann nicht einfach weg!“ Diese Programme können unterschwellig laufen und uns daran hindern, auf uns selbst zu achten. Es lohnt sich, diese Programme zu erkennen und zu lösen. Es gibt hierzu viele gute Methoden, eine davon findest Du hier.

Hol Dir Hilfe, wenn Du alleine nicht weiter weißt: investiere in Deine körperliche und mentale Gesundheit. Diese zeitlichen und finanziellen Aspekte fordern uns auf, zu sortieren. Was ist wirklich wichtig im Moment? Kann ein nicht ganz so wichtiger Termin mal ausfallen und Zeit freigeben, für ein Meeting mit meiner Gesundheit? Muss es gerade jetzt das aktuelle „Must have“ der Modesaison sein oder nehme ich das Geld in die Hand um einmal richtig für MICH zu sorgen?

Es ist gar nicht so schwer wie Du denkst und das Gute: Du kannst jeden Tag damit beginnen. Schritt für Schritt.

Zu gerne wüßte ich nun, wer diese 5 wichtigsten Menschen in Deinem Leben sind.

Ich hoffe, DU bist auf Deiner gedanklichen Liste mit dabei!

Herzlichst, Ilka
Wie sorgst Du für Dich? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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