Mandel-OP mit Ende 40: Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Mandel-OP mit Ende 40: Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Mandel-OP mit Ende 40: Mein persönlicher Erfahrungsbericht

 

Ich habe wirklich alles versucht, was möglich war. Von schulmedizinischen Maßnahmen bis hin zu dem gesamten Repertoire an naturheilkundlichen Möglichkeiten war alles dabei. Und das war nicht wenig, denn als Heilpraktikerin stehen mir einige tiefgreifende Ansatzpunkte zur Verfügung, die alle ihre Berechtigung haben und oftmals auch den gewünschten Erfolg bringen.

Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich erkennen musste: Es hilft zwar ein wenig, aber nicht genug. Ich habe einen „Herd“ im Körper, der zunehmend Unsinn anstellt und alle anderen Therapien komplett blockiert.

Zu „Herden“ – einer chronischen Entzündung – kann im Grunde alles im Körper werden. Folgende „Kandidaten“ sind jedoch besonders beliebt: Zähne, Mandeln (Tonsillen), Darm und Nasennebenhöhlen.

Dabei müssen sie nicht offensichtlich mit Feuer um sich schießen: sie können auch leise und still vor sich hin arbeiten („silent inflammation“) und den gesamten Organismus erheblich und ernst zu nehmend schwächen.

„Herde“ fluten den Organismus 365/24/7 mit Entzündungsbotschaften, Immunkomplexen (immunologisch relevante Störfaktoren) und Stoffwechsel-Abfallprodukten.

Der Körper schafft es eine ganze Weile, das Geschehen in Schach zu halten. Doch irgendwann kann das Faß überlaufen.

„Ihre Mandeln müssen raus“

Meine sehr geschätzte Hals-Nasen-Ohren-Ärztin empfahl mir nach einer eingehenden Untersuchung das gleiche, wie die sehr erfahrene und kompetente Klinik-Ärztin im Vorgespräch: „Ihre Mandeln müssen raus“.

Nach außen hin sahen meine Mandeln eigentlich recht passabel aus: keine Halsschmerzen, keine sichtbaren Entzündungen, kein Eiter, keine Mandelsteine. Doch die Experten wissen: Manchmal kann man erst unter der OP erkennen, wie es wirklich um diese ursprünglich wichtigen Abwehrstationen steht.

Die dazugehörigen Blutwerte (z.B. ein hoher ASL-Titer, das steht für Antistreptolysin-Titer) sowie vorhandene, Symptome (z.B. Probleme mit der Haut, den Nieren, dem Herzen, den Gelenken) können entscheidende Hinweise darauf geben, dass die Mandeln der Ursprung der Beschwerden sein könnten.

Horror-Geschichten

Eine Mandel-Op ist nicht lustig und jeder, den ich nun fragte, erzählte mir Horrorgeschichten in unterschiedlichen Ausmaßen. Von unsäglichen Schmerzen, großem Gewichtsverlust durch Nicht-Essen-Können, schlimmsten Gerüchen aus und im Mund bis hin zu den, unter Umständen zum Tode führenden, „Nachblutungen“ war alles dabei.

Mein Entschluß stand fest und ich hatte – wie schon zu einem anderen Zeitpunkt im Leben – einen Plan geschmiedet: Mandeln herausoperieren lassen, Nachsorge ernst nehmen und gründlich naturheilkundlich wieder aufbauen.

Mit der OP musste ich eine dreiwöchige Auszeit einplanen. Erwachsene stecken es nicht so schnell weg, sagte man mir. Die Kinder auf der Station laufen schon wenige Stunden später munter herum – als reiferer Mensch könne es schon mal erheblich länger dauern, bis man wieder voll belastbar wäre.

Die Mandel-OP

Ich hatte keine Angst, es war mehr Unwohlsein vor dem Unbekannten. Schon im Bett liegend fuhr man mich vor die OP-Schleuse. Die Warteminuten (ich war alleine) nutzte ich, um meine Akte unter dem Kissen heraus zu fischen. Ich wollte meine Blutwerte wissen und meine Gerinnungswerte überprüfen.

Ich kann nicht aus meiner Haut raus – auch als Patientin nicht.

Mandel-Op: Es geht los!

Im OP plauderte man noch sehr nett mit mir, checkte zum dritten Mal warum ich da war, pustete mir herrlich warme Luft unter meine Abdeckung und – schwupps – war ich im angenehmen Narkose-Land.

Nach der OP

Ich bekam keine Luft. Irgendwie wollte mein Zäpfchen im Rachen nicht das, was ich wollte. Sofort kümmerte man sich um mich: Das sei normal, ich ersticke nicht, ich hätte Blut unter der OP geschluckt, alles sei gut.

Die operierende Ärztin kam zu mir und sagte: „Diese OP war alles andere als medizinisch überflüssig und definitiv keine Luxus-OP. Ihre Mandeln waren total vergammelt und kamen mir beim Herausschälen schon zerfasert entgegen. Sie werden von der OP profitieren.“ Das waren sehr klare Worte.

Auf der Station

Ich war deutlich in der Unterzahl auf der Station – eigentlich war ich sogar die einzige Frau, die eine Mandel-OP (im Fachjargon „TE“ für Tonsillektomie) hinter sich hatte. Alle anderen Frauen wurden an und in der Nase operiert.

Dafür war ich die Einzige mit dem „all-you-can-eat“ Eis-Bändchen am Arm. Ich durfte, so oft ich wollte, zum Eisschrank gehen. Das war sehr nett und äußerst lecker (meiner Nasen-Bettnachbarin habe ich natürlich auch ein Eis mitgebracht).

Mandel OP: Eis essen soviel man möchte

Glutenfrei im Krankenhaus – geht das?

Ein großes Lob an dieser Stelle an das Krankenhaus: Ich bekam problemlos glutenfreies Essen, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Daher hatte ich mir mein Essen heimlich mitgebracht. Aber sogar das Eis war glutenfrei und somit hatte ich zwar einen kurzen, dafür aber problemlosen Krankenhausaufenthalt.

Mandel OP: glutenfreie Schmuggelware

Den überwiegenden Teil meiner eingeschmuggelten Lebensmittel habe ich wieder mit nach Hause genommen.

Zuhause

Inzwischen wird man trotz anhaltender Nachblutungsgefahr schon sehr früh aus dem Krankenhaus entlassen. Nach 3 Tagen war ich wieder zuhause. Sich schonen ist das oberste Gebot, denn sonst könnte die Wunde/der Schorf platzen und dann handelt es sich eventuell schnell um einen Notfall.

Da man eine Entscheidung zur OP selten ad hoc fällen muss, kann und sollte man für Zuhause alles entsprechend einplanen und organisieren. Dann klappt es mit dem Ausruhen und dem „Mama-Off-Modus“ sehr gut.

Die Schmerzen

Wir brauchen nicht um den heißen Brei reden: es sind richtige Schmerzen. Alles andere wäre gelogen.

Wer klug ist, hält sich an die Empfehlungen des Arztes und führt ein Schmerzmittel-Management. Ich habe mir Tag und Nacht aufgeschrieben, was ich wann und in welcher Dosis eingenommen habe und wann die nächste Portion an der Reihe ist. Das hätte ich mir niemals merken können.

Die Mengen sind sehr hoch angesetzt, doch das ist bewusst so empfohlen. Denn der Schmerz dahinter ist nicht zu unterschätzen. Hält man sich an die Empfehlungen, die Dosierungen und die Zeitpunkte, kann man die Zeit der Wundheilung auch recht gut aushalten.

So manches mal verloren sind die vermeintlichen Helden, die sagen: „Wollen wir doch mal sehen, wie es ohne geht. Ein Indianer kennt schließlich keinen Schmerz“.

Der Gewichtsverlust

Irgendetwas musste ich falsch verstanden haben. Alle redeten davon, wie viel Gewicht sie in der Zeit verloren hatten. Auch der OP-Helfer schmetterte mir ein fröhliches: „Sie werden 5 kg abnehmen!“ hinterher.

Schlecht fand ich diese „Nebenwirkung“ nicht.

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe kein einziges Gramm Gewicht verloren. Ich weiss aber auch, woran es lag.

Die Ärztin predigte mir mehrfach: „Sie müssen essen! Nur mit der regelmäßigen Nahrungsaufnahmen kann der sich bildendende Wund-Schorf vorsichtig abgetragen werden und die Wunde besser heilen.“ Das wollte ich natürlich unbedingt unterstützen.

Also aß ich. Tag und Nacht. Immer ein kleines Portiönchen, wenn meine Tabletten oder die Tropfen wieder dran waren. Schließlich sollte auch der Magen nicht so in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich hatte mir dazu glutenfreies Gebäck, Brot und Babybrei mit ins Krankenhaus geschmuggelt.

Ich glaube ich bin die Einzige, die im Erwachsenenalter die Mandeln heraus bekam und NICHT abgenommen hat. Schade eigentlich, aber dafür hatte ich ein sehr gute Wundheilung. 🙂

Wie es mir heute geht

Die Verbesserung kam, nach dem ich die Schmerzmittel komplett abgesetzt hatte. Ganz langsam, aber deutlich erkennbar, ging es stetig bergauf. Man darf keine Wunder über Nacht erwarten, sehr wohl aber eine spürbare Tendenz.

Heute, 8 Monate später, bin ich überfroh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich hätte es schon viel eher machen sollen (das kann man ja im Nachhinein immer leicht sagen).

Update nach über 2 Jahren: Mir geht es sehr gut und mein Körper ist so dankbar, diesen Herd nicht mehr aushalten zu müssen. In meiner Praxis berate ich regelmäßig Frauen, denen eine OP angeraten ist oder auch Frauen, die sich gegen eine OP sträuben. Auch die  Nachsorge begleite ich laborgestützt mit naturheilkundlicher Medizin.

Naturheilkunde im Anschluss

Naturheilkundlich habe ich im Anschluss auf immunologischer Ebene mit der Mikroimmuntherapie gearbeitet, ein für mich passendes Ausleitungsprogramm gewählt (Ausschleusen von Immunkomplexen und Abfallprodukte aus immunologischen Reaktionen, Schmerzmiteln, Narkose), eine Darmsanierung durchgeführt und anschliessend das Immunsystem im Ganzen gestärkt.

Tipp: Nach ein paar Monaten sollter der ASL-Titer erneut geprüft werden. Sinkt er deutlich ab: prima. Bleibt der ASL-Titer hoch, bleibt ein immunologisches Risiko bestehen. Sie sollten handeln und einen Therapeuten aufsuchen.

Funde im Internet

Diese Seiten finde ich für erste Informationen – und ein wenig Unterhaltung – gelungen und empfehlenswert:

Dr. jur. Christian Brechtel Mandelentfernung – Alles rund um die Mandelentfernung

Benjamin Scholz via Youtube Mandel OP: Meine Tonsillektomie

Fazit

Herdgeschehen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie können, neben den offensichtlichen Beschwerden, einen enormen immunologischen Einfluss nehmen. Eine medizinische und/oder naturheilkundliche Behandlung lohnt sich und ist anzuraten.

Egal, wie alt man ist oder wie lange man schon Symptome hat.

Ich möchte Mut machen, dieses Thema anzugehen und sich auch die entsprechende Zeit zur Genesung einzuräumen. Es braucht etwas Zeit, aber der kontinuierliche Fortschritt schenkt Motivation und stärkt das Durchhaltevermögen.

Ich bleibe meiner Überzeugung treu: Die Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde kann eine wunderbare Einheit bilden und wird weiterhin eine tragende Säule meiner Arbeit bleiben.

Ich wünsche Dir nun alles Gute und ganz viel Erfolg bei Deiner Herd-Behandlung. Bei Fragen bin ich immer für Dich da.

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.

Das Leben verdichten – Warum das „erste Mal“ so wichtig ist (und bleibt)

Das Leben verdichten – Warum das „erste Mal“ so wichtig ist (und bleibt)

„Das Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten.“ (Roger Willemsen)

Diese Aussage hat mich vor 2 Jahren sehr berührt. Das Zitat von Roger Willemsen trägt so viel Weisheit in sich und hat mich erneut zum Nachdenken gebracht.

Wie oft sagen wir: „Ach, wo ist die Zeit geblieben? Die letzten 5 (10, 15…) Jahre sind wie im Flug vorbei gezogen. Wir können uns oft nur vage an die Inhalte der Jahre erinnern und je älter wir werden, desto mehr scheint die Zeit zu rasen.

In unserer Jugendzeit war das anders. Jeder Tag war aufregend, ein Monat war voller Erlebnisse, ein Jahr war nahezu unüberschaubar lang und prall gefüllt. Mit 12 ersehnte man sich den 13. Geburtstag herbei – er schien noch in unendlich weiter Ferne zu sein. 18-jährige Mitschüler waren eigentlich schon erwachsen und unsere Eltern steinalt.

Das Leben war aufregend und voller Spannung. Noch heute kann man sich an vieles aus dieser Zeit klar erinnern. Der erste Kuss, die erste Liebe, der erste Urlaub ohne Eltern, das erste Mal im Ausland, die Führerscheinprüfung, das Abitur, die erste Schwangerschaft….wir können die Liste unserer „ersten Male“ noch eine Zeit lang weiterführen.

Es wird klar: Wir können uns besonders an die Dinge erinnern, die wir zum ersten Mal im Leben machen. Sie scheinen unser Leben zu etwas besonderem zu machen – und das auch noch höchst individuell.

Doch je älter wir werden, desto weniger „erste Male“ gibt es. Vieles wiederholt sich zum X-ten Mal, wir haben gelernt mit unabänderbaren Dingen im Leben zurecht zu kommen, wir halten vieles aus ohne aufzumucken, ein Winter gleicht dem anderen, ein Fest ist schon lange kein Anlass mehr, etwas wirklich von Herzen zu feiern.

Wer jetzt noch seit 20 Jahren an den gleichen Urlaubsort fährt, immer das gleiche Zimmer/die gleiche Ferienwohnung bucht, der läuft noch schneller Gefahr zu denken:

„Wo ist bloß die Zeit geblieben?“

Was für eine Vorstellung ist es sich später einmal fragen zu müssen: „Das soll es gewesen sein?“

Ich habe aus persönlichen Erlebnissen heraus den großen Wunsch, mein Leben zu füllen. Mit neuen Erfahrungen, neuen Erlebnissen, neuen Eindrücken. Es erscheint mir wichtig, ein Gegengewicht zum Alltag zu erschaffen. Mich ab und zu mal herauszufordern, fit im Kopf zu bleiben und neue Impulse für mich und meine geliebte Arbeit zu erfahren.

Und das klappt oftmals nur, wenn ich dem Alltag entfliehe: mal für ein paar Minuten, mal für einige Stunden oder auch mal für 3 Tage.

Es tut gut, ab und zu etwas Neues auszuprobieren. Denn in den Momenten des „ersten Mals“ spüren wir uns wieder. Aufregung kommt in den Alltag, das Gehirn arbeitet auf Hochtouren und schaltet neue Verbindungen, unbekannte Gerüche werden abgespeichert, aktuelle Bilder aufgenommen, frische Farben neu belebt. Manchmal kommen auch ganz neue Ideen und Gedanken auf – wie wunderbar!

Wir fühlen uns lebendig.

Ich war gerade in Paris und habe mir wie ein Teenager die Füße wundgelaufen. Es war herrlich in Mitten des Trubels zu sein, die Attraktionen der Stadt zu sehen, neues Essen zu probieren, in einem fremden und doch heimeligen Zimmer aufzuwachen und mal wieder eine andere Sprache zu sprechen. Wie schön, die Lebensfreude zu spüren.

Später im Jahr möchte ich in ein buddhistisches Zen-Kloster einchecken und – gar nichts sagen. Das wird eine Herausforderung sein. Ein bisschen mulmig ist mir auch dabei, aber ich fühle: das will ich erleben. In mich kehren, mir selbst begegnen, Sendepause, Meditation, Ruhe, Einkehr. Konzentration auf das, was wichtig ist.

Ich bin davon überzeugt, dass es nicht nur mir, sondern auch meiner beruflichen Aufgabe zugute kommt: Frauen stark machen – gesundheitlich und emotional.

Im Sommer stand ich mit Ende 40 das erste Mal in Südfrankreich auf einem Paddle-Board. Meine größte Sorge war, eine Lachnummer am Beach zu sein: „Guck mal, die unsportliche Mutti da! Ha ha ha!“. Nach reiflicher Überlegung war es mir dann egal und ich habe es einfach ausprobiert. Es war neu für mich und so GUT. Tschüß, Selbstzweifel!

Wir sind viel mehr als nur Arbeiten & Wochenende. Es ist schön immer mal wieder zu spüren, was für Facetten noch in uns schlummern. Plötzlich werden auch Sehnsüchte aus dem Verborgenen wach – Unterdrücktes schafft sich Gehör.

Wir können uns neu mit uns auseinandersetzen und spüren, was uns gut tut, wo es Änderung bedarf und was unsere Ziele sind.

Das hat alles nicht mit viel Geld zu tun. Es hat mit Prioritäten setzen zu tun und mit dem Bewusstsein: Wir haben nur dieses eine Leben und diese eine Gesundheit. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Es tut unserer Seele und unserem Körper unendlich gut, dieses Leben zu füllen und zu verdichten. Natürlich brauchen wir auch das Vertraute und Gewohnte – es schenkt und Schutz und Geborgenheit. Ein guter Mix von beidem ist, wie immer, ein guter Wegweiser.

lka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.

Vitalpilze: Booster für Deine Frauengesundheit

Vitalpilze: Booster für Deine Frauengesundheit

Vitalpilze für Deine Frauengesundheit

 

Ja, ich bin ein Fan von Vitalpilzen – auch wenn ich relativ lange gebraucht habe, um einen Zugang zu ihnen zu finden. Auch als Therapeutin ist man nicht davor gefeit, seine Lieblingsarzneien zu haben und manchmal länger zu brauchen, um „Neues“ ins Repertoire aufzunehmen.

Dabei sind Vitalpilze alles andere als neu. In der traditionell chinesischen Medizin sind sie seit vielen tausend Jahren bekannt und geschätzt. Der bekannteste Pilz Reishi ging wie ein Flagschiff voran, um die Bahn für alle anderen wunderbaren Heilpilze zu brechen.

Mit Vitalpilzen hast Du keinen Sofort-Knall-Effekt. Das war vielleicht auch meine persönliche Krux, denn auch ich liebe schnelle Hilfe. Zudem ist es auch im ersten Blick einfacher für Patienten, eine Arznei einzunehmen und schnell Linderung zu erfahren. Doch manchmal reicht es für den längerfristigen Erfolg nicht aus.

Die Vitalpilze entfalten Ihre Kraft langsam – dann aber mit überraschenden und vor allen Dingen überzeugenden Ergebnissen. So sollte man den Vitalpilzen mindestens 3 Monate Zeit einräumen, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Das ist ein wenig Geduldsarbeit und nicht wenige Menschen brechen die Einnahme nach einer Monatspackung enttäuscht ab: „Hat mir gar nichts gebracht – ausser mein Portemmonnaie erleichtert.“.

Als Therapeut sollte man unbedingt darauf hinweisen, dass es Zeit braucht. Zeit, die sich lohnt und später auszahlt.

Doch was können die Vitalpilze für Deine Frauengesundheit tun?

Zunächst einmal sind sie wahre Nährstofflieferanten. Die bioaktiven Inhaltsstoffe sind wissenschaftlich nachgewiesen und weisen eine breites Nährstoffangebot auf:

  • Vitamine (A, B-Gruppe, D)
  • alle essentiellen Amonisäuren
  • Ballaststoffe (schnelleres Sättigungsgefühl, Erhöhung Stuhlmenge, positiver Einfluss auf den Darmtrakt)
  • Spurenelemente (z.B. Eisen, Zink, Kuper, Selen)
  • Mineralstoffe (z.B. Magnesium, Kalium, Phosphor)

Zudem enthalten sie bioaktive sekundäre Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Beta-Glucane, die eine gewünschte immunmodulierende Wirkung haben.

Was können Vitalpilze noch?

Jeder Pilz enthält eine andere, natürliche Zusammensetzung. Je nach Beschwerden oder Symptomen kann die persönliche Gesundheit gezielt unterstützt werden:

  • antiviral, antibakteriell, pilzhemmend
  • antioxidativ
  • antientzündlich
  • blutdruckregulierend
  • immunstimulierend
  • entwässernd
  • stressmodulierend
  • aphrodisierend

Pilzextrakt oder Pilzpulver?

Beide Formen können in der Mykotherapie (Heilen mit Pilzen) zum Einsatz kommen. Das Pilzpulver hat den Vorteil, dass das gesamte Spektrum an Inhaltsstoffen zum Einsatz kommt. Hier liegen jedoch weniger Studien und traditionelle Erfahrungsberichte zu Einsatz und Wirksamkeit vor.

Im Pilzextrakt haben wir eine dichte Konzentration an gewünschten Wirkstoffen. So entfallen hohe Einnahmemengen, Verunreinigungen werden weitgehend reduziert und der überwiegende Teil der Studien zur Mykotherapie wurde mit Extrakten durchgeführt. In meiner Praxis rezeptiere ich vorwiegend Extrakte.

Bio & Öko oder überbewertet?

Die Qualität von Vitalpilzen spielt eine entscheidende Rolle. Da Pilze von Natur aus zur Entgiftung des Bodens auf dem sie wachsen beitragen, müssen wir in der Therapie auf kontrollierte Substanzen achten. Sehr gute Firmen überwachen sorgfältig die Qualitätskontrollen der Rohstoffe, prüfen auf mikrobiologische Verunreinigungen, Schwermetallbelastungen, Pestizid- und Radioaktivitätsbelastungen.

Würden Hersteller das nicht tun, landen all diese Schadstoffe ungefiltert im Organismus des Verbrauchers.

Welche Pilze können wann helfen?

Hier stellte ich Dir einen kleinen Auszug an Pilzen und ihren Einsatzgebieten vor. Pilze lassen sich, bis auf wenige Ausnahmen, wunderbar mit anderen Therapien kombinieren.

  • Allergien: Agaricus, Reishi
  • Erschöpfung: Cordyceps, Hericium, Reishi
  • Haare: Polyporus
  • Leistung und Ausdauer: Cordyceps
  • Migräne: Shiitake
  • Ödeme: Polyporus
  • PCOS (Polycystisches Ovariarsyndrom): Maitake
  • Schlafstörung: Hericium
  • Schmerzlinderung: Reishi
  • Wechseljahrsbeschwerden: Hericium, Reishi
  • Schmerzlinderung: Reishi

Bitte beachte!

Bei manchen Pilzen gibt es auch Gegenanzeigen.

So sollte zum Beispiel der Pilz Auricula nicht von Patientinnen eingenommen werden, die gerinnungshemmende Arzneien einnehmen müssen. Das ist auch im Kinderwunsch, während der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie vor und nach Operationen zu beachten.

Auch Patientinnen mit Blutdruckproblemen und Diabetiker sollten unbedingt vorher einen Therapeuten zu Rate ziehen. Es gibt Pilze, die den Blutdruck und den Blutzucker direkt beeinflussen.

Fazit

Vitalpilze sind keine schnelle Nummer für zwischendurch. Dafür sind sie in der Lage, in der tieferen Ebene anzusetzen und dadurch langfristig Behandlungserfolge zu erzielen. Jeder Pilz ist ein Tausendsassa: Er enthält arzneilich wirksame Substanzen, ist sehr gut verträglich und enthält ernährungsphysiologisch wichtige pflanzliche Inhaltsstoffe.

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Diagnose Krebs – 9 persönliche Buchtipps für die Krisenzeit

Diagnose Krebs – 9 persönliche Buchtipps für die Krisenzeit

Krebs

Die Diagnose Krebs haut um. Und zwar nicht nur die betroffene Person selber – auch der Partner, die Kinder und die Familie werden unmittelbar von dem Strudel, den diese Erkrankung mit sich bringt, erfasst.

Die eine Frau isoliert sich komplett, die andere Frau findet ihre Hilfe, in dem sie sich bewusst nach aussen wendet. Was aber die meisten Erkrankten gemeinsam haben: sie suchen sich relativ schnell Literatur, um mit dieser ungeheuerlichen Diagnose das Gefühl zu haben: Ich werde aktiv. Ich bin nicht alleine.

Mir erging es genau so. Ich habe nach der Diagnose sofort im Internet nach Literatur gesucht. Ich wollte in dieser Zeit nicht in den Buchladen gehen und mich beraten lassen. Dazu hatte ich keine Kraft und auch keine Ressourcen frei.

Auch wenn viele Menschen den Einkauf von Büchern im Netz als sehr kritisch ansehen: Es gibt viele betroffene Menschen, denen genau diese Form des Einkaufens ein wenig Erleichterung bringt. Wer anschliessend wieder fit und gesund ist, besucht gerne wieder den netten Buchladen vor Ort mit persönlicher Beratung und Schmöker-Ambiente.

Mein Postbote hat übrigens alle Stadien meiner Behandlung miterlebt. Er hat mich jedesmal verändert gesehen, wenn ich ihm die Tür für meine nächste Lieferung geöffnet habe. Er hat nie gefragt und nicht ein einziges Mal komisch geguckt – dafür bin ich ihm heute noch sehr dankbar. Dankeschön, lieber Herr T.!

Nun aber zu meiner persönlichen Empfehlungsliste, die Du Dir selber online bestellen oder einer betroffenen Freundin als Geschenk senden kannst:

Fremdkörper von Miriam Pielhau

Miriam erkrankte als junge Frau und beschreibt in eindringlicher Weise, wie es ihr in den Behandlungsetappen ergangen ist. Sehr direkt und immer mit einer Prise frechem Humor. Es liest sich wie eine Art Tagebuch und hebt sich von den üblichen Erfahrungsberichten durch ihren besonderen Schreibstil von der Menge ab.

Miriam Pielhau hat auch ein zweites Buch geschrieben, welches kurz vor ihrem Tod veröffentlicht wurde.

Dr. Hoffnung von Miriam Pielhau

Hoffnung ist ein kostbares Medikament. In diesem Buch beschreibt Miriam, wie sie ihre Freundin Johanna während ihrer Erkrankung begleitet hat. Sie hat sich die Hoffnung trotz schlechter Diagnose nicht nehmen lassen. Dazu gibt es konkrete Tipps ergänzend zur Schulmedizin für Betroffene und Angehörige.

Vom Krebs gebissen von Marion Knaths

Was für ein Feuerwerk. Marion erkrankte sehr früh an Krebs, der erst in einem sehr späten Stadium diagnostiziert wurde. Sie zeigt den Stinkefinger par excellence. Eine Rebellin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und schonungslos berichtet. Sie hat kaum Überlebenschancen und tut während der Therapie all das, was kein Arzt sehen will: rauchen, feiern, trinken. Sie wird gesund.

Marion Knaths ist seit vielen Jahren eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau. Als Inhaberin von sheboss, hält sie Führungsseminare für Frauen und bringt Managerinnen die Codes der Alphatiere bei.

Gut durch die Krebstherapie von Prof. Dr. Josef Beuth

Als Mediziner und Krebswissenschaftler zeigt er schonende und wirksame Wege mit der Diagnose Krebs umzugehen. Er unterstützt Betroffene und Angehörige von der Diagnose an bis zur Nachsorge. Das Buch ist auch als Nachschlagewerk nützlich, wenn man einzelne Symptome während der Therapie schnell lindern möchte.

Ich habe Professor Beuth auf seinem Vortrag in Grömitz kennengelernt. Zusammen mit der wunderbaren Annette Rexrodt von Fircks.

…und flüstere mir vom Leben von Annette Rexrodt von Fircks

Annette Rexrodt von Fircks schreibt sehr emotional und einfühlsam aus den Augen einer Frau und Mutter. Ihre Hilfestellungen und Strategien waren in ihrer Erkrankungszeit positives Denken, Atemübungen und die liebevolle Unterstützung ihrer Familie. Heute referiert sie im In- und Ausland und hat weitere Bücher ihrer Reihe veröffentlicht.

2005 gründete sie die „Rexrodt von Fircks Stiftung für krebskranke Mütter und ihre Kinder“.

Als der Mond vor die Sonne trat von Gerhard Trabert

Wer Mama ist und an Krebs erkrankt, hat eine oberste Sorge: die eigenen Kinder. Wie rede ich mit meinen Kindern über Krebs? Kann ich sie vor Überforderung bewahren? Welche Literatur schafft den Spagat zwischen realistischer Aufklärung und altergerechter Empathie?

Gerhard Trabert hat ein schönes Buch erschaffen, welches man gemeinsam mit den Kindern lesen und, bereichert durch schöne Illustrationen, auch anschauen kann.

Mein wunderschöner Schutzengel von Kerstin Hermelink

Nellys Mama erkrankt an Krebs. Der Fokus dieses Buches liegt auf der Konfrontation mit der Erkrankung und wie sie mit Mut und Phantasie von Eltern und Kindern gemeinsam überstanden werden kann. Herausgeber ist die Deutsche Brustkrebshilfe e.V.

Eine kostenlose Sonderbroschüre ist hier bestellbar.

Wieder gesund werden von O. Carl Simonton

Simonton war ein Facharzt für Radiologie und Onkologie. In seinem Ratgeber geht es um die Aktivierung der Selbstheilungskräfte von Patient und Angehörigen. Mitgeliefert wird eine CD mit Übungen zu Entspannung und Visualisierung. Die Tipps der Simonton-Methode lassen sich gut mit der regulären medizinischen Behandlungen verknüpfen.

Geschrieben ist es im klassisch-amerikanischen Stil mit vielen anschaulichen Beispielen.

Die Bombe unter der Achselhöhle von Dr. med. Walter Mauch

Dieses Buch aus dem Jahr 1996 hat nichts an Aktualität verloren. Es geht nicht primär um das Thema Krebs: sehr provokant geschrieben rechnet Walter Mauch auf seine eigene Art mit Umweltgiften ab. Umweltgifte machen krank, können das Zellgut verändern und lauern in unserem normalen Haushalt und nahem Umfeld.

Walter Mauch gibt praktische Tipps zur Umsetzung für eine gesunde Familie. Ein Buch, was definitv „anders“ ist. Geeignet für die Zeit nach der Therapie

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Glutenfrei reisen: Cote d’Azur Suedfrankreich

Glutenfrei reisen: Cote d’Azur Suedfrankreich

Glutenfrei reisen: Cote d’Azur Suedfrankreich

Wer glutenfrei unterwegs ist, weiß: Jede glutenfreie Reise ist eine kleine Herausforderung.

Schon bei der Planung wird das Maximum an Informationen aus dem Netz herausgefischt, wie es am Urlaubsort hinsichtlich der Ernährungsbesonderheit aussieht.

Man möchte unbedingt die Beschwerden vermeiden, die einem die schönsten Wochen im Jahr vermiesen können.

Auch ich recherchiere, denn bei meiner ersten Reise nach Südfrankreich waren Ernährungsbesonderheiten noch kein Thema für mich.

Interessant sind insbesondere Supermärkte und deren glutenfreie Angebote. Wir versorgen uns gerne selber und kehren unterwegs nach Lust und Laune in einem Café oder Restaurant ein.

Detaillierte Infos zu Produkten und Angeboten der Supermärkte oder Restaurants habe ich leider nicht gefunden. Somit mussten meine Reisevorbereitungen entsprechend geändert werden.

Reisevorbereitungen

Für alle Fälle habe ich mein glutenfreies Lieblingsbrot von meinem Bäckermeister eingepackt. Thomas Kaufmann ist glutenfrei-Profi. Er backt auf Bestellung und hat speziell für Reisende das Frischebrot in der Dose im Sortiment. Ein paar Packungen glutenfreie Pasta und Reismilch kamen ebenfalls mit ins Gepäck.

Einkaufen vor Ort

In Südfrankreich gibt es die großen Ketten wie zum Beispiel Géant Casino, Carrefour und E.Leclerc. Alle drei haben extra Regale mit glutenfreien Waren und abgepacktem Brot.

Glutenfreie Pasta (zum Beispiel von Barilla) ist überall erhältlich und auch einige Cents günstiger als bei uns in Deutschland (z.B. Euro 1,94 statt Euro 2,49 für 400g).

Zusätzlich gibt es auch alternative Produkte wie glutenfreie Eigenmarken (Pasta für Euro 1,49 bei 500g), die noch günstiger sind, gute Kocheigenschaften haben und prima schmecken.

Frühstücksflocken,fertige Müslis, Pflanzenmilch, kleine glutenfreie Küchlein (Madeleins) oder Pseudogetreide wie Amaranth oder Quinoa sind ebenfalls in gut sortierten Supermärkten im Sortiment.

Im Restaurant

Wer in Südfrankreich Essen gehen möchte, kann entspannt genießen. Die südfranzösische Küche bietet viele köstliche Gerichte, die natürlich glutenfrei sind: frischer Fisch, Salate, Fleisch, Gemüse (z.B. Ratatouille), Meeresfrüchte, Kartoffel- und Reisgerichte.

In jedem Restaurant oder Café bekommt man sehr freundlich Auskunft, wenn man nach „sans gluten“ fragt. Das gilt auch für eine Laktose-/Milchunverträglichkeit sowie alle anderen unverträglichen Lebensmitteln oder Zutaten.

Persönlicher Tipp für einen Zwischenstopp

Wer auf seiner Autofahrt nach Südfrankreich eine Übernachtung einplanen möchte, dem empfehle ich kurz hinter der Schweizer Grenze das Hotel Ibis Styles in Aix-les-Bains (Frankreich). Es ist ein sehr nettes, nur ein wenig in die Jahre gekommenes, familienfreundliches Hotel. Problemloses Parken plus Pool bieten eine angenehme Rast.

Morgens gibt es ein sehr schmackhaftes Frühstücksbuffet (ab 6:00 Uhr) und man bekommt kleine glutenfreie Brötchen knusprig warm aufgebacken.

Wer Küchlein mag, freut sich über leckere Madeleines (auch für Zöliakie-Patienten geeignet, da die Kontamination durch die Umverpackung des einzelnen Produkts ausgeschlossen wird).

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Abends bietet das Mercure Hotel nebenan in seinem Restaurant ein gutes Abendessen an. Das Personal berät sehr nett und die Karte ist auf französisch und englisch gestaltet.

Die Kids-Menüs sind prima, und für den erwachsenen Geschmack ist für jeden etwas dabei.

Der Ton macht la musique

Wer als Gast nach Südfrankreich kommt und sich Mühe gibt ein klein wenig französisch zu sprechen, erlebt die unkomplizierte Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Einwohner.

Ob im Supermarkt, Restaurant, Geschäft oder an der Strandbar:

Eine höfliche Frage und ein „merci beaucoup“ öffnet alle Türen für einen unbeschwerten und unproblematischen Urlaub mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bon appétit!

lka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.