Fasten nach Buchinger: Das erste Mal

Fasten nach Buchinger: Das erste Mal

Fasten nach Buchinger Heilfasten: Das erste Mal 

Das Thema Fasten war immer ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Ich habe die fastenden Menschen immer für ihre Willensstärke und Disziplin bewundert – hatte ich doch nichts in dieser Art je erlebt.

Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, das man sich wohl oder sogar sehr gut bei Fasten fühlen kann.

Denn ein Glaubenssatz (wer kenn ihn nicht?) begleitete mich über viele Jahrzehnte:

„Essen hält Leib und Seele zusammen“

Was würde passieren, wenn ich mehrere Tage nichts essen würde? Fallen Leib und Seele auseinander? Sorgen und Ängste hatte ich keine, wohl aber diffuse Vorstellungen von einer gähnenden Schlappheit, einer komplett fehlenden Antriebskraft, und einer nahezu gegen Null gehenden Leistungsfähigkeit.

Doch ich hatte genug Neugierde, eine offene Haltung und den Willen, diese Seite an und in mir kennenlernen zu wollen.

Neue Erfahrungen

Ich bin der festen Überzeugung, dass es für ein erfülltes und selbst bestimmtes Leben wichtig ist, neue Erfahrungen zu machen und auch unbekannte Seiten an sich zu erforschen.

Religiöse Motivationen zum Thema Fasten liegen mir fern. Auch muss ich mich nicht an feste Termine oder Jahreszeiten halten, denn der innere Impuls ist immer stimmig: Es tut dann gut, wenn man dazu bereit ist.

Viel wichtiger ist es, die passende innere Einstellung zu haben und den Wunsch zu verspüren, dieses Abenteuer anzugehen.

Mein großes Interesse galt insbesondere den körperlichen und gesundheitlichen Abläufen. Und natürlich auch, was es mental mit mir macht.

Besonderes Augenmerk habe ich dabei auf das Thema Autophagie gelegt. Autophagie ist ein Recyclingprogramm des Körpers, das – sofern intakt – als Selbstreinigungsprozess vielen Krankheiten vorbeugen kann. 

Wenn dich das Thema Autophagie ebenso interessiert, habe ich HIER einen sehr guten Artikel für dich hochgeladen (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 2016)

Der große Hausputz innen und außen: Was kommt hoch? Was kann weg und was darf bleiben?

„Fasten ist ein Gebet mit sich selbst.“,

las ich in einer Broschüre. Das wollte ich erleben, und so meldete ich mich für Fasten nach Buchinger in einem erfahrenen Resort in Deutschland an. Das Fasten wird unter ärztlicher Leitung durchgeführt, und ist gleichermaßen präventiv wie auch kurativ möglich.

Dazu ist es meiner Erfahrung nach unentbehrlich das Angebot zu finden, was einem hinsichtlich Leitung, Unterkunft und Ambiente zusagt. Fasten ist ein so besonderer Moment und eine ganz spezielle Auszeit – sie verdient es, wohl durchdacht zu sein und dem eigenen Naturell zu entsprechen.

Ein konspiratives Wandern in einer festgelegten Gruppe wäre für mich kein Wohlfühlmoment gewesen. Für eine andere Frau ist es aber genau das passende Angebot: Hier gilt es auf sein Bauchgefühl zu hören und sich genau das auszusuchen, was den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Zwei Wochen später sollte es für mich losgehen – Zeit genug, mich innerlich vorzubereiten und auch meine zwei wichtigen Entlastungstage vorzuschalten.

Fasten nach Buchinger Info

Fasten nach Buchinger bedeutet nicht nur das „Nicht-Essen“ an 7, 10 oder 14 Tagen. Heilfasten umfasst ebenfalls die wichtigen Entlastungs- und Aufbautage. Alles zusammen heißt „Fasten“ und wer das verinnerlicht, der profitiert gerade auch als Anfänger enorm von diesem gesundheitlichen und mentalen Erlebnis.

Die Vorbereitung

Solltest Du unsicher sein, ob du problemlos fasten darfst, wende dich vorab an deine Hausarztpraxis oder deine HeilpraktikerIn. Dort ist deine Geschichte bekannt, du kannst ein umfassendes Blutbild in Auftrag geben und mit deiner BehandlerIn über Vor- und Nachteile sprechen.

Ich habe dieses Beratungs- und Laborangebot nun auch in den Leistungskatalog für meine Patientinnen aufgenommen, denn die naturheilkundliche Medizin begleitet das Fasten vorzüglich.

Entlastungstage

Zur idealen Vorbereitung sind zwei Entlastungstage für die Zeit vor der Abreise empfohlen. So ermöglichst Du sowohl deinem Körper, als auch deiner Seele einen sanften Übergang in eine besondere Zeit.

Bezüglich des Essens an den Entlastungstagen habe ich mich für zwei Reis-Tage entschieden. Morgens, mittags und abends kannst Du je 50g Naturreis (Trockengewicht) mit je 200g Obst oder Gemüse essen. Alles wird salzlos und ungewürzt gegart. Frische Kräuter sind eine ideale Ergänzung.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Obst-Tage oder Rohkost-Tage. Alkohol und Kaffee sollten gemieden oder zumindest stark eingeschränkt werden.

Ein seriöser und erfahrener Anbieter wird dir vorab alle Informationen zukommen lassen, so dass du dich bestens vorbereiten und entscheiden kannst.

Meine persönliche Achillesferse:

Ich liebe Kaffee und hatte vor möglichen Entzugserscheinungen den größten Respekt. Aus diesem Grund entschied ich mich für das langsame Runterfahren meines Konsums, so dass ich am Anreisetag bei einer halben Tasse angekommen war. Einen unangenehmen Entzug habe ich so nicht erleben müssen.

Die Fasten Auszeit

Am Anreisetag erhältst Du beim Fasten nach Buchinger einen gedünsteten Gemüseteller zum Abendessen. Er ist der Auftakt in deine besondere Auszeit und läutet die nächste Stufe ein: Das Nicht-Essen in den kommenden Tagen.

Beim Fasten nach Buchinger sind übrigens ein kleines Glas frisch gepresster Saft morgens, ein Teller klare Brühe mittags und ein kleines Glas (Gemüse)Saft oder ein Teller Brühe abends erlaubt. Dazu gibt es ohne Begrenzung Kräutertee und stilles Wasser.

Hier sollte und darf man nicht sparen, sondern viel und ausreichend über den Tag verteilt trinken.

 

Erste Darmreinigung

Am Folgetag, also dem ersten Nicht-Essen-Tag, findet auch die erste Darmreinigung mit Glaubersalz (oder Bittersalz) statt. Dabei bekommst Du portioniertes Glaubersalz in warmen Wasser aufgelöst, und etwas Saft für den besseren Geschmack gereicht.

Diese Form des Abführens entleert deinen Darmtrakt am besten – wenn auch bei weitem nicht vollständig. An diesem Tag ist es wichtig, dass du in Ruhe auf deinem Zimmer bleiben und der physikalischen Natur ihren freien Lauf lassen kannst.

Tipp: Durch die durchfallartigen Entleerungen ist es gerade für Frauen wichtig, auf eine gute Intimhygiene zu achten. Sanftes Nachspülen mit warmen Wasser oder auch die Nutzung von Baby-Feuchttüchern (99% Wasser) beugen möglichen Verunreinigungen vor und schützen vor Blasenentzündungen durch E-Coli Bakterien.

Das Nicht-Essen beim Fasten

Nun war es also so weit: die Phase des Nicht-Essens war erreicht. Ich war schon erstaunt, dass ich gehen und sprechen konnte.

Zwar wurde ich ein wenig vergesslich (man spricht hier auch gerne von einer „Fasten-Demenz“), aber dafür hatte ich meine kleine Anwendungsmappe mit meinen Terminen immer bei mir. Mir ging es insgesamt gut.

Das Aufwachen und auch das Starten in die folgenden Tage waren deutlich langsamer als gewohnt. Ich brauchte einfach mehr Zeit für alles – und ich hatte sie auch.

Das war eine wunderbare Erfahrung, denn in dieser Auszeit wird man relativ prompt aus der normalen Umlaufbahn in eine neue Welt katapultiert. Dort ticken die Uhren anders und auch die Blickwinkel werden neu eingestellt.

Was vorher alles im Außen wichtig war, kehrt sich um nach Innen.

Körperliche Fasten Erfahrungen

Die körperlichen Erfahrungen beim Fasten nach Buchinger waren recht gemischt. Das liegt daran, dass jeder Mensch individuell reagiert. Eine Frau träumt intensiv, die andere gar nicht. Schlafstörungen können vorkommen, müssen aber nicht.

Auch die Glücksgefühle, durch das vermehrt zur Verfügung stehende Serotonin, sind nicht immer durchgehend vorhanden.

Wer sich jedoch an die Regeln des regelmäßigen Abführens und des ausreichenden Trinkens hält, wird mit vielen positiven Erfahrungen belohnt.

Eine neue Leichtigkeit (und damit meine ich nicht einen Gewichtsverlust) durch fehlenden Ballast, paart sich mit einer verschärften Wahrnehmung aller Sinne.

Die Nase kann besser riechen, der Geschmackssinn wird deutlich geschärft, die Haut wird reiner, die Augen glasklar, der Geist frisch und wach.

Der Geschmack von einem Glas frisch gepresstem Saft zum Frühstück war fantastisch und energiespendend. An jedem einzelnen Morgen.

Fastenkrisen

Doch es kann auch zu Fastenkrisen kommen: Schlappheit, Schwindel, Unwohlsein, Blutdruckabfall und ein leichtes Krankheitsgefühl können sich zeigen.

So ist es mir eines Morgens auch ergangen und daher war ich sehr froh, ein erfahrenes Fasten-Team als Ansprechpartner um mich zu haben.

Sie haben mich sofort unterstützt, ich bekam eine wunderbare Infusion und am späten Nachmittag war ich schon wieder fit und die Krise war überwunden.

 

Entleerung des Darms

Neben der ersten initialen Darmentleerung durch Glaubersalz (salinisches Abführmittel) folgen weitere Darmentleerungen. Diese können per Einlauf (Einleiten einer Flüssigkeit über den Enddarm, hier kommt es anschließend zu einer spontanen Entleerung) und auch mit einer Colon Hydro Therapie (spezielles Darmspülgerät zur therapeutischen Darmreinigung) erfolgen.

Auch wenn es nicht zu der schönsten Beschäftigung des Tages gehört: die regelmäßige Entleerung ist zwingend notwendig, um den Körper zu entlasten und Hungergefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Der Darm ist durch die fehlende Nahrungszufuhr nicht mehr sehr aktiv. Hier bedarf es also unbedingt der Unterstützung.

In einem professionellem Haus hast du dafür eingetragene Termine und du kannst sichergehen, dass alles gut und ordnungsgemäß verläuft.

Gewichtsabnahme durch Fasten

Auch wenn es fast überall zu Marketing-Zwecken gewinnbringend eingesetzt wird: Wer nur zum Abnehmen eine Fasten-Kur durchführt, wird vielleicht eine Enttäuschung erleben. Die Effekte des Fastens beziehen sich in erster Linie auf die gesundheitlichen Effekte und die mentale Stärkung.

Natürlich verliert man ein wenig an Gewicht, aber die Menge der verlorenen Pfunde stehen in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, den man beim Fasten auf sich nimmt.

Frage dich also ganz bewusst und ehrlich: „Warum möchte ich fasten?“

Wenn du rein an Gewicht verlieren möchte, bist du mit einer passenden, klassischen „Diät“, oder einer auf dich zugeschnittenen Ernährungsumstellung vermutlich besser bedient.

Wenn du dich nach einer intensiven Auszeit, einem Reset und einer inneren wie äußeren Reinigung sehnst, dann kann Fasten genau die richtige Entscheidung sein.

Mentale Fasten Erfahrungen

Die mentalen Fasten Erfahrungen sind ein absolutes Geschenk.

Du stehst auf einmal in deinem eigenen Mittelpunkt. ES IST DEINE ZEIT.

Du lebst intensiv mit dir, deinen Gedanken, deinen Gefühlen und deinen Bedürfnissen. Auf einmal kommst du wieder ins Spüren und erlebst eine neue (oder im Alltag untergehende) Seite an dir:

Wie es ist, mit dir allein zu sein. Mit deinem Bedürfnis nach Ruhe, Rast, Bewegung, Aktivität, Schweigen, Reden, Rückzug oder Gesellschaft.

Der innere Dialog mit dir selbst führt oftmals auch zu ganz zentralen Fragestellungen:

  • Bin ich mit mir im Reinen?
  • Komme ich mir mit selbst zurecht?
  • Mag ich es, mit mir allein zu sein?
  • Mag ich mich?
  • Welche Menschen sind mir wirklich wichtig? Welche nicht?
  • Mag ich mein Leben, so wie es ist?

Wenn du dir die Zeit gibst und darauf vertraust, das die Lösung in dir liegt, wirst du die Antworten auf die zentralen Fragen deines Lebens finden.

Wohltuende Fasten Ergänzungen

Du kannst dein Fasten nach Buchinger wunderbar durch die Tätigkeiten ergänzen, die dir gut tun.

Das kann moderates Saunieren sein, ein paar Bahnen Schwimmen, Spazierengehen oder das Hinzubuchen von Massagen oder Heublumensäckchen.

Heublumensäckchen habe ich übrigens auch das erste Mal ausprobiert. Diese werden angewärmt auf die Leberregion (oder in den Nacken) gelegt, mit Tüchern eingewickelt und dann ruhst du für 30 Minuten.

Diese Tasche wurde mir mittags vor die Zimmertür gestellt. Sie war innen isoliert und hielt das warme Heusäckchen auf Temperatur. Ausgepackt und eingewickelt konnte ich mein gesundes Mittagsschläfchen halten.

Infusionen sind – sofern du in einem medizinisch geleitetem Resort bist – ebenfalls eine großartige Ergänzung. Infusionen umgehen den Magen-Darmtrakt und haben eine 100%ige Bioverfügbarkeit. Sie unterstützen dein Vorhaben ideal.

Aus diesem Grund haben wir das Infusionsangebot der Praxis erweitert und bieten „Detox-“ und Aufbauinfusionen (vielen als Myers Cocktail bekannt) an. Auch bei einer klassischen Ernährungsumstellungen zur Gewichtsabnahme (Diät) sind unsere Infusionen die perfekte Ergänzung.

 

Alleine fasten, in Gesellschaft oder zuhause?

Das ist eine wichtige Frage, die du dir in aller Ruhe vorab beantworten solltest. Die Fastenzeit ist eine Ruhe- und Auszeit von der du am meisten profitierst, wenn du dich nur um dich kümmern kannst.

Fasten ist körperlicher und mentaler Rückzug.

In einer Gruppe bist du automatisch auch Gesprächen ausgesetzt, die dir viel zu anstrengend sein könnten. Oftmals geht es da paradoxerweise um Gerichte kochen, diverse Darmentleerungen, Rezepteaustausch oder nichtige Belanglosigkeiten.

Wenn dir das gut tut, ist alles prima.

Achte jedoch stets darauf, dass du wohldosiert zwischen Gesellschaft und Ruhe entscheiden kannst. Ideal ist dabei auch ein Einzelzimmer, welches du bei Bedarf aufsuchen kannst um dir Regeneration und Ruhe zu gönnen.

Das Fasten zuhause ist eventuell für Menschen geeignet, die Erfahrung haben UND sich die Auszeit zuhause ungestört einrichten können. Für Fastenanfänger ist es eher nicht die erste Wahl.

Fastenbrechen

Das Fastenbrechen ist ein ganz wichtiger Part beim Fasten nach Buchinger. Hier müssen sich Magen- und Darmtrakt wohldosiert und aufbauend wieder an feste Nahrung gewöhnen.

Das ist köstlich und eine reine Freude, denn traditionell ist der Apfel auf deinem Teller die erste Mahlzeit. Ich habe ihn aufgrund der guten Verträglichkeit gedünstet genießen können.

Das Fastenbrechen wird zelebriert. Das finde ich wunderschön, denn es ist eine Huldigung an das Leben, die Nahrung, den Körper, die Gesundheit und die neuen Erfahrungen.

Ganz langsam wirst du wieder an feste Kost herangeführt und das sind wunderbare und sehr schmackhafte Momente. Ich habe eine Fastenwoche gebucht und anschließend drei Aufbautage zuhause eingeplant.

Tipps für die Reisetasche

Neben den ganz normalen Wohlfühl-Kleidungsstücken und regulären Reiseutensilien fand ich noch folgende Artikel sehr nützlich:

  • Neutrales Körperöl zur Pflege der Haut und als Träger für ätherische Öle zur Unterstützung bei Fastenerscheinungen
  • 100% naturreine ätherische Bio-Öle: Lavendel (bei Unruhe und Schlafstörungen), Minze (bei Kopfschmerzen), Orange (für die gute Laune), Zitrone (zur Erfrischung)
  • Zungenschaber aus Edelstahl (die Zunge belegt sich zunehmend in der Zeit des Nicht-Essens durch fehlendes Abtragen)
  • Bio-Mundspüllösung zum Gurgeln oder Bio-Kokosöl zum klassischen Ölziehen
  • Stift und Block für Geistesblitze oder besondere Träume
  • Feuchttücher (findest du in der Babyabteilung mit der Aufschrift „99% Wasser“)

Fazit Fasten nach Buchinger

Das Fasten ist eine wunderbare, sehr tiefgreifende Erfahrung. Nimm die Auszeit ganz bewusst in Anspruch und gestalte sie so, wie DU es brauchst.

Der so oft propagierte richtige Zeitpunkt (z.B. Frühjahr) ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die innere Einstellung und der Wille, diese Erfahrung machen zu wollen.

Lass deine Lieben wohlversorgt zuhause, und buche dir eine Woche für dich ganz alleine. Plane diese Auszeit bewusst, und steh für dich und deine Bedürfnisse ein.

Diese Zeit ist ein Geschenk an dich selbst und du wirst erkennen, wann die Zeit für dieses Erlebnis reif ist.

Wenn Du auch mit einer ersten Fastenzeit liebäugelst und Fragen hast, schreib uns in den Kommentaren oder per Email eine Nachricht. Wir antworten dir gerne!

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin und Autorin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.

Entgiftung – Warum Du Dir ein Detox gönnen solltest

Entgiftung – Warum Du Dir ein Detox gönnen solltest

Eine Ausleitungskur wird regelmäßig in naturheilkundlichen Praxen empfohlen. Doch warum ist das so ein Dauerbrenner? Welche Gründe gibt es dafür? Und am spannendsten:

Was hast Du davon?

In der Regel ist unser Körper gut in der Lage, alle ausscheidungspflichtigen Stoffe, Stoffwechselzwischen- und -endprodukte ordentlich über die Ausscheidungsorgane Niere, Leber, Lunge, Haut, Bauchspeicheldrüse und Darm auszuleiten.

Manchmal gibt es aber Erkrankungen oder Zeiten, in denen es dem Körper nicht leicht fällt, alles abzutransportieren. Bei längerer Überlastung entstehen mehr Giftstoffe, Toxine oder Abfallprodukte, als ausgeschleust werden können.

Der Körper braucht eine Zwischenlösung und so lagert er den Ballast in einer Art Mülleimer.

Der Mülleimer ist in der Regel das weiche Bindegewebe und befindet sich zwischen Kapillare (feinste Verästelungen der Blutgefäße) und Zelle. Diese Strecke muss bei jedem Stoffaustausch überbrückt werden – ist also enorm wichtig.

Das Zumüllen tut nicht weh und eine ganze Weile merkt man auch nichts davon. Der Körper versucht stetig diese Art von Müll zu entsorgen. Aber täglich kommt neuer Müll hinzu – ein ganz schön schwerer Job! Irgendwann nimmt der Müll überhand und aus dem Eimer kann mit der Zeit eine richtige Deponie werden.

Erst wenn der Körper nicht mehr hinterher kommt und die Kapazität der Entgiftung ausgereizt ist, bekommst Du Symptome. Das Bindegewebe verschlackt und der Zellaustausch gerät zunehmends ins Stocken. Die eben erwähnte Strecke im Stoffaustausch ist blockiert.

Zwischen den Körperzellen und den Gefäßsystemen entsteht eine Minderversorgung mit Sauerstoff – das ist unter anderem auch ein Auslöser für die Abgabe von Entzündungshormonen.

Wann eine Ausleitung ratsam ist

  • nach überstandener Krankheit zur Ausleitung von Stoffwechselendprodukten/Giften/Toxinen
  • nach verstärkter Medikamenteneinnahme
  • nach behandelter bakterieller Erkrankung
  • nach behandelter viraler Erkrankung
  • bei Allergien und/oder Unverträglichkeiten
  • wenn Dein Stoffwechsel aus unerfindlichen Gründen brach liegt
  • wenn es keine Erklärung für Deinen unerfüllten Kinderwunsch gibt
  • bei chronischen Entzündungen
  • wenn Du nicht mehr menstruierst
  • bei Übersäuerung
  • vorbeugend als Kur
  • begleitend bei entzündetem Zahnfleisch/Zähnen
  • wenn Dein Darm / Deine Verdauung im Ungleichgewicht ist

Wann Du nicht entgiften solltest

  • bei auszehrenden Krankheiten
  • bei akuten Erkrankungen/Infekten
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • direkt nach Chemotherapien oder Bestrahlungen
  • bei Unklarheiten

Die Voraussetzung

Es ist gut zu wissen, dass an einer tiefgreifenden Entgiftung mehrere Organe beteiligt sind. Das schützt zum einen vor Überlastung eines einzelnen Organs und zum anderen werden die herauszuschleusenden Substanzen über unterschiedliche Organe aus dem Körper geleitet.

Eine geschickte Entgiftung öffnet zunächst alle Tore. Das ist ein Pflichtprogramm und sollte nicht vernachlässigt werden. Schließlich müssen die gelösten Schlacken auch den Körper verlassen können. Wird das Öffnen vergessen, kann es sehr unangenehm werden und die Gifte/Toxine verschlacken erneut im Bindegewebe.

Das Öffnen der Schleusen kannst Du Dir wie einen Weckruf vorstellen:

„Hallo Niere, ja genau – Du bist gemeint! Wir fahren jetzt ein Sonderprogramm und räumen mal richtig auf im Körper. Kannst Du bitte kräftig mit anpacken? Du bekommst auch jede Menge Unterstützung und eine ordentliche Portion Wasser zur Hilfe. Dankeschön!“

Ebenso passiert das mit der Leber, der Haut, dem Darm und der Bauchspeicheldrüse. Sofern alle Organe mitarbeiten können.

Sollte eines der Organe nicht mit angesprochen werden – zum Beispiel die Haut bei Neurodermitis – wird Dein Behandler ein Konzept auswählen, welches die Haut schont.

Womit entgiften?

Es stehen verschiedene bewährte Ausleitungsprogramme von etablierten Firmen zur Verfügung. Jede Firma hat ihre spezielle Rezeptur. Das ist gut so, denn nicht jede Kur ist auch für jeden Menschen geeignet.

Daher sollten tiefgreifende Kuren bei Beschwerden, Erkrankungen und chronischen Geschehen immer mit dem Therapeuten besprochen werden. Sie/er kennt die Gegenanzeigen und kann das passende Programm aussuchen und begleiten.

Der Verlauf

Eine gute Entgiftung dauert 6 – 8 Wochen. Die ausgewählten Arzneien haben so genug Zeit, von den äußeren Schichten bis in das tiefste Gewebe zu dringen und die Verschlackungen herauszulösen.

Ein Muß ist das vermehrte Trinken von stillem Wasser. Die gelösten Schlacken können sicher den Körper auf Nimmerwiedersehen verlassen. Zwei Liter Wasser sind das Minimum und sollten unbedingt eingehalten, besser noch auf 3 Liter angehoben werden.

Ein Tipp: Wer sich seine flüssigen Arzneien in zwei Literflaschen stilles Wasser (Glasflaschen) füllt und mit zur Arbeit nimmt, geht sicher, genug zu trinken und seine Arzneien nicht zu vergessen.

Um seine Entgiftung zu unterstützen, bieten sich auch Infusionskuren zur Begleitung an. Infusionen haben den Vorteil, direkt an Ort und Stelle zu gelangen – ohne Umwege über den Magen-Darm-Trakt.

Der Zeitpunkt

Ideale Entgiftungszeiten sind Frühjahr und Herbst. In diesen Jahreszeiten fällt es dem Körper leicht, auf die gezielt gesetzten Impulse zu reagieren.

Nebenwirkungen

Während der Entgiftung ist es durchaus möglich, dass Du gar nichts bemerkst. Das ist ein gutes Zeichen, denn dann sind die Arzneien passend gewählt, Du hast genug getrunken und Deine Organe sind nicht überlastet.

Wer auf die Entgiftung stärker reagiert (zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Pickel oder Gelenkschmerzen) sollte mit dem Behandler Rücksprache halten, evt. 1 – 2 Tage mit den Arzneien aussetzen und die Dosierung langsam wieder einschleichen.

Das Ergebnis

Viele Menschen fühlen sich nach der Ausleitung vitaler, fitter, weniger müde.

Weitere mögliche Ergebnisse: Stoffwechselankurbelung, Sinken der Infektanfälligkeit, Stabilisierung der Abwehrkräfte, Verbesserung der Schlafqualität, verbessertes Hautbild, Abnahme von allergischer Bereitschaft, Linderung von Entzündungsreaktionen, emotionale Stabilisierung und Steigerung der Lebensqualität.

Happy Detox!

lka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.