PMS – Du kannst etwas tun!

PMS – Du kannst etwas tun!

PMS

Einen unbeschwerten monatlichen Rythmus zu erleben, ist eine Sehnsucht vieler Frauen im gebärfähigen Alter. 3/4 der Frauen leiden unter mehr oder weniger starken prämenstruellen Symptomen, ein Großteil davon ist über 30 Jahre alt.

PMS ist ein weit gefasstes Feld. Während eine Frau mit Gewichtszunahme und Brustspannen zu tun hat, möchte die andere Frau sich am liebsten weinend vergraben oder dem Nächstbesten die Augen auskratzen. Es gibt auch Frauen, die starke Schmerzen haben oder depressive Phasen erleben müssen. Da ist es nur verständlich, diesen Zustand lindern oder gar zum Verschwinden bringen zu wollen.

Bei allen Bemühungen und Tipps sollte die Regulierung des Hormonhaushaltes die Basistherapie sein. Neben einer Östrogendominanz oder einem Progesteronmangel kann es auch im Serotoninspiegel Schwankungen geben, die PMS begünstigen.

Je nach Stärke, Symptomatik und Ausprägung der Beschwerden, kann man direkt mit hormonregulierenden Arzneien starten oder – in manchen Fällen sinnvoll – vorab einen Hormonstatus veranlassen.

Messen kann man Hormonwerte im Blut, im Speichel und im Urin (Serotonin). Je nach Ergebnis und Ausprägung Deiner Symptome wird nun die Basistherapie eingeleitet. In Frage kommen Pflanzenarzneien (Tropfen, Injektionen, Infusionen), homöopathisch potenzierte Hormone (als Gel oder Creme) oder bioidentische Hormone (verschreibungspflichtig durch Deine Gynäkologin).

Eine Regulierung passiert nicht von heute auf morgen, aber innerhalb von 3 Monatszyklen solltest Du eine Veränderung spüren können. Und damit die Hormonregulierung richtig gut greifen kann, gibt es hilfreiche Tipps, die Du in Deine Behandlung mit einbeziehen kannst:

Ernährung

Achte auf eine basenreiche Ernährung. Je mehr Dein Körper mit einer Säurelast zu tun hat, desto stärker kann ein prämenstruelles Syndrom ausgeprägt sein. Wenn Du mal eine unkomplizierte Basen-Kur machen möchtest (im Frühjahr oder Herbst ideal), empfehle ich Dir dieses Buch von Sabine Wacker „Basenfasten für Eilige“.

Auch eine Unverträglichkeit von Lebensmitteln kann sich verschärfend auf das Geschehen auswirken. Im Gegenzug kann eine individuelle Ernährungsumstellung den gesamten Organismus spürbar entlasten. Erfahre hier, was es damit auf sich hat.

Stress

Stress heizt das Geschehen ordentlich an. Es lohnt sich, „aufzuräumen“ und Bilanz zu ziehen. Was ist wirklich notwendig und was könntest Du (Hand auf’s Herz) auf- oder abgeben? Der Körper unterscheidet nicht, ob es sich um „positiven“ oder „negativen“ Stress handelt. Die Abläufe im Körper sind immer gleich.

Es ist klug die Dinge zu ändern, die in Deiner Macht liegen.

Kinderwunsch

Komisch, oder? Jetzt wünscht man sich ein Kind und auf einmal geht es nach ein paar Monaten los mit PMS. Eine ganz konkrete Antwort gibt es hierzu nicht. Mögliche Auslöser können hormonelle Umstellungen sein (durch Absetzen der Pille), emotionale Ambivalenzen („Jetzt oder jetzt doch noch nicht?“) sowie Ängste und Sorgen, die an den Kinderwunsch gekoppelt sind.

Mit der systemischen Einzelarbeit kannst Du, zusammen mit einer geschulten Therapeutin, Hürden oder Blockaden aufspüren und sanft lösen. Es gibt kein „großes Parkett“ mit anderen Teilnehmern, wie Du es vielleicht aus dem „Familienstellen“ kennst. Viele Frauen fühlen sich in dieser privaten Atmosphäre sehr viel wohler.

Mineralien

Ein Mineralienmangel kann ebenfalls Symptome machen – vorne an Magnesium und Calcium. Bevor Du nun in den Drogeriemarkt gehst und aus Verzweifelung A-Z kaufst, kannst Du gezielt einen Bluttest machen. Dieser kostet ca. 40 Euro und zeigt Dir ganz genau an, wie es um Deine Mineralien Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer und Selen steht.

Eine gezielte Aufsättigung stellt sicher, das kein anderes Mineral verdrängt wird und spart unnütze Geldausgaben.

Vitamine

Hier spielen die gesamte Gruppe der B-Vitamine und das Vitamin E eine große Rolle. Vitamin B6 ist zum Beispiel für die Bildung von Botenstoffen in den Nerven mit verantwortlich, fördert ein starkes Immunsystem und steuert Hormonaktivitäten. B-Vitamine wirken insgesamt stimmungsaufhellend und werden oft auch „Gute-Laune-Vitamine“ genannt.

Folsäure und B12 kennst Du sicherlich. Sie sind die Promis unter den B-Vitaminen. Einzeln wirken sie nicht so gut – die B-Vitamine brauchen sich gegenseitig.

Vitamin E schützt Zellmembrane vor aggressiven Sauerstoffverbindungen (freie Radikale), unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion und wirkt bei Frau und Mann fruchtbarkeitsfördernd.

Ätherische Ölmischung

Ätherische Öle haben eine Arzneifunktion. Ihre kleinsten Moleküle wandern über die Haut oder die Nasenschleimhaut in das Blut über und docken dort an Rezeptoren an. Das können wir uns bei Symptomen zunutze machen.

Mit wenigen Tropfen dieser Ölmischung kannst Du Deinen Unterbauch während der PMS Zeit wohltuend behandeln:

Gib 10 ml Jojobaöl als Basis in ein kleines Braunglas. Füge hinzu: 1-3 Tropfen Jasmin, 1-3 Tropfen Ylang Ylang, 3-6 Tropfen Neroli. Teste zunächst die milde Variante (eine zu hohe Dosierung kann Kopfschmerzen verursachen). Ist Dir die Mischung zu stark, kannst Du sie mit Jojobaöl verdünnen. Langsam schwenken und ein wenig ziehen lassen.

Tipp: Du kannst die Öle auch einzeln nutzen. Sie haben alle einen Bezug zum prämenstruellen Syndrom.

Petersilie & Safran & Koriander

Wenn Dir Petersilie gut schmeckt, solltest Du in den Tagen vor der Periode reichlich frische Petersilie verzehren. Sie wirkt sanft entwässernd und hilft Frauen, die zu Wassereinlagerungen neigen.

Safran ist ein feines und edles Gewürz – gerade recht für uns Frauen. Zudem scheint Safran die Serotoninkonzentration im Blut positiv zu beeinflussen (siehe oben).

Koriander hilft Frauen, laut Hildegard von Bingen, ihre Periode schmerzfrei zu erleben, schützt vor Migräne und mildert Launenhaftigkeit. Das kann sowohl an den hormonell wirksamen Substanzen wie auch an den gefäßregulierenden Eigenschaften liegen.

Tampons, Binden oder Tassen?

Generell rate ich in meiner Praxis zu Binden. Erfreulicherweise sind es keine dicken Schinken mehr, die sich unangenehm bei jedem Schritt bemerkbar machen. Seit vielen Jahren haben wir sehr diskrete und schützende Produkte, die den Wechsel vom Tampon zur Binde sehr angenehm machen.

Wenn Du zu Binden nutzt, kann Deine Schleimhaut sehr gut regenerieren, der Abfluss wird nicht behindert, es gibt keine mechanische Reibung und es findet keine Austrocknung der Schleimhäute statt. Krämpfe werden gemildert. Tampons sind zudem chemisch begast, und ihre Nutzung ist generell abzuwägen.

Viele Frauen sind zunehmend begeistert von der Menstruations-Tasse. Wer keine Berührungsängste hat, sollte sie in jedem Fall einmal ausprobieren.

Fazit

Die Behandlung des prämenstruellen Syndroms fußt auf mehreren Ebenen. Sind alle für Dich relevanten Ebenen erkannt, wirst Du nach und nach Linderung und Wohlbefinden erfahren. Du kannst Dich neu sortieren, besser auf Dich acht geben und im Einklang mit Deinem Rhythmus leben. Das wiederum bedeutet Kraft & Energie für Deinen Alltag.

lka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.

Adieu Vaginose!

Adieu Vaginose!

Adieu Vaginose!

Eine Vaginose ist eine bakterielle Fehlbesiedlung der Vaginalflora und kann sich durch verschiedenste Symptome bemerkbar machen. Manchmal bleiben die Symptome aber aus und der Befall wird zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung herausgefunden.

Eine Vaginose muss sich auch nicht unbedingt durch einen unangenehmen Geruch oder Ausfluss bemerkbar machen. Es gibt Keime, die machen so gut wie keine Beschwerden, müssen aber behandelt werden.

Wenn Du gerade von Bakterien geplagt wirst, solltest Du zügig tätig werden. Es ist kein Beinbruch und jede Frau hat irgendwann im Leben mit einer Vaginose zu tun. Manchmal kommt es sogar zu mehreren Infektionen hintereinander, auch mit wechselnden Keimen.

Heilpraktiker haben bei Geschlechtserkrankungen und sexuell übertragbaren Krankheiten Behandlungsverbot. Ich darf Dich begleiten, therapeutisch unterstützen und Dir im Anschluss an Deine Therapie naturheilkundlich stärkend zur Seite stehen.

Häufige Erreger

  • Gardnerellla
  • Chlamydien
  • Mykoplasmen
  • Streptokokken
  • Staphylokokken

Was diese Erreger alle gemeinsam haben: sie haben die guten und gesunden Milchsäurebakterien verdrängt. Milchsäurebakterien sind unerlässlich für eine gesunde Vaginalschleimhaut und intakte Abwehrmechanismen.

First Step

Der erste Schritt sollte unbedingt der Termin bei Deiner Gynäkologin sein. Deine Ärztin kann einen Abstrich machen, der im Labor untersucht wird. Hier kann der Keim bestimmt werden und gleichzeitig auch ein Antibiogramm erstellt werden.

Ein Antibiogramm macht Sinn, denn es zeigt genau, welches Antibiotikum greift und die krankmachenden Bakterien wirksam bekämpft. Das spart wertvolle Zeit und schont Deine Gesundheit.

Häufige Ursachen und was Du tun kannst

#1 Hormonelle Schwankungen

Hier spielt der Östrogenspiegel eine große Rolle. In der Schwangerschaft, während/direkt nach der Menstruation und in den Wechseljahren gibt es Schwankungen, die eine Fehlbesiedlung begünstigen können.

Tipp: In der Schwangerschaft solltest Du ganz besonders auf einen ausgeglichenen ph-Wert achten. Du kannst Dir für zuhause Teststreifen (pH Selbsttest) besorgen oder spezielle Test-Handschuhe. Bei Fragen oder Unsicherheiten kannst Du vertrauensvoll Deine Gynäkologin oder Hebamme fragen.

Wenn Du nicht schwanger bist aber mit einem schwankenden Hormonspiegel zu tun hast, kannst Du mit naturheilkundlichen Arzneien regulierend unterstützen. Empfehlenswerte Präparate sind zum Beispiel: Hormeel Tropfen (Firma Heel), Phyto L Tropfen (Firma Steierl) oder Alchemilla Urtinktur (Ceres).

#2 Schmierinfektionen

Die meisten Frauen denken dabei an die oberste Regel beim Toilettengang: „Von vorne nach hinten.“ Was genauso wichtig ist: Wenn Du häufiger mit weichen Stühlen oder Durchfällen zu tun hast kann es sein, dass kleinste Verunreinigungen eine erneute Infektion auslösen. Ziel ist es, einen geregelten und gesunden Verdauungsvorgang zu haben.

Tipp: Bringe Deinen Darm auf Vordermann und unterstütze ihn mit gesunden Darmbakterien (z.B. Synomed Enterobact oder OmniBiotic 6).

Bis sich alles stabilisiert hat, sorge nach jedem Toilettengang für wohltuende Hygiene. Wenn Du zuhause bist, kannst Du mit lauwarmen, klarem Wasser nachspülen. Bist Du unterwegs, empfehle ich Dir die Feuchttücher „Intifresh“ von MultiGyn (reinigen, blockieren unerwünschte Bakterien, 100% biologisch abbaubar).

#3 Antibiose

Ein Antibiotikum zieht auch die gesunden Bakterien in Mitleidenschaft. Wenn Du krank bist und ein Antibiotikum nehmen musst, kannst Du Vorsorge treffen. Besorge Dir gesunde Darmbakterien (bitte mindestens zwei Stunden Abstand zum Antibiotikum halten) und Milchsäurebakterien für die Scheide.

Führe die Einnahme deutlich über den Zeitraum der Antibiotikumverordnung durch.

#4 falsche Intimpflege

Bitte verzichte auf Intimpflegeprodukte. Ganz egal ob seifenfrei oder ph-Wert angepasst – das einzige was Dein Intimbereich braucht (und verträgt) ist klares Wasser. Alles andere, auch wenn es speziell für den Intimbereich deklariert ist, verstärkt das Ungleichgewicht.

Vaginalspülungen benötigen nur wenige Frauen in Ausnahmefällen. Sie sind keine generelle Empfehlung.

#5 Stress

Stress verschiebt die innere Balance in allen Bereichen. Es macht für den Körper keinen Unterschied, ob Du positiven oder negativen Stress hast. Für Deinen Körper ist es in erster Linie „Alarm“ und schwächt die Immunabwehr.

Tipp: Versuche die Stressoren auszuschalten, auf die Du Einfluss nehmen kannst. Begleitend kannst Du mit der Pflanze Rosenwurz arbeiten. Studien haben bewiesen, dass Rosenwurz einen Einfluss auf die Cortisol-Ausschüttung hat und stabilisierend bei Stress-Situationen wirkt (z.B. Rhodiolan von der Firma Loges).

Info: Wusstest Du, dass unverträgliche Lebensmittel Deinen Körper stressen, das Immunsystem beeinflussen und die Verdauung stören? Ein einfacher Test bringt Licht in eine individuell verträgliche Lebensmittelauswahl.

#6 geschwächtes Immunsystem

Finde heraus, was Dein Immunsystem schwächt. Ist es ein Infekt oder eine kurze Erkrankung, achte anschließend auf viel frische Luft, Vitamine und Mineralien. Sitzt der Grund tiefer, lohnt es sich Hilfe zu holen. Ansonsten könnte aus einer einmaligen Vaginose eine wiederholte Belastung entstehen.

Leidest Du bereits unter einer sich wiederholenden (rezidivierenden) Vaginose, gibt es in der Naturheilkunde tiefgreifende Therapien. Du bist in keinem Fall alleine damit und kannst mit Hilfe eines auf Frauengesundheit spezialisierten Therapeuten aktiv werden.

Empfehlungen für Deine Frauengesundheit

  • Wasche Deine Unterwäsche immer bei mindestens 60, besser 95° in der Waschmaschine. Du benötigst kein Desinfektionsmittel.
  • Trage ausschließlich Baumwollunterwäsche.
  • Verzichte auf Weichspüler.
  • Verwende Milchsäure/Milchsäurebakterien für mehrere Wochen. In den meisten Packungen sind Zäpfchen/Kapseln für 7 Tage enthalten. Das reicht in der Regel nicht aus.
  • Lüften: viele Bakterienarten mögen keinen Sauerstoff. Wenn Du morgens und/oder abends ein paar Minuten Privatsphäre für Dich hast, lüfte Deinen Intimbereich. So kannst Du Deine Therapie sehr effektiv unterstützen.
  • Verabschiede Dich von Tampons und steige auf Binden um. Deine Vaginalschleimhaut wird nicht mehr gereizt und trocknet nicht mehr aus. Sie wird stabiler und abwehrstärker.
  • Benutze keine Slipeinlagen. Wenn es sich ausnahmsweise nicht vermeiden lässt, steige auf Einlagen ohne Plastikfolie und ohne Duft um.
  • Ein trockener Intimbereich kann äußerlich sehr gut mit einem hochreinen Bioöl gepflegt werden. Es eignen sich z.B. Jojobaöl oder Nachtkerzenöl. Bitte achte auf beste Qualität und eine sparsame Dosierung.

Empfehlenswerte Produkte

  • MultiGyn Actigel (Vorbeugung und Behandlung bakterieller Vaginosen)
  • Canesbalance (ph-Regulierung, während der Schwangerschaft geeignet, Vorbeugung und Behandlung)
  • MultiGyn Flora Plus (geeignet nach Menstruation, nach Geschlechtsverkehr, stimuliert Laktobazillen)
  • Vagisan Milchsäure Bakterien (wenn die Flora stark gestört ist und gute Bakterien bereits fehlen)
  • Vagisan Milchsäure Zäpfchen (zum Anfüttern, wenn Du noch genug eigene gute Bakterien hast)
  • Canestest (vaginaler Selbsttest, Klärung Pilzbefall oder bakterielle Vaginose)
  • MultiGyn Intifresh (Feuchttücher für unterwegs)

lka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.

Entgiftung – Warum Du Dir ein Detox gönnen solltest

Entgiftung – Warum Du Dir ein Detox gönnen solltest

Eine Ausleitungskur wird regelmäßig in naturheilkundlichen Praxen empfohlen. Doch warum ist das so ein Dauerbrenner? Welche Gründe gibt es dafür? Und am spannendsten:

Was hast Du davon?

In der Regel ist unser Körper gut in der Lage, alle ausscheidungspflichtigen Stoffe, Stoffwechselzwischen- und -endprodukte ordentlich über die Ausscheidungsorgane Niere, Leber, Lunge, Haut, Bauchspeicheldrüse und Darm auszuleiten.

Manchmal gibt es aber Erkrankungen oder Zeiten, in denen es dem Körper nicht leicht fällt, alles abzutransportieren. Bei längerer Überlastung entstehen mehr Giftstoffe, Toxine oder Abfallprodukte, als ausgeschleust werden können.

Der Körper braucht eine Zwischenlösung und so lagert er den Ballast in einer Art Mülleimer.

Der Mülleimer ist in der Regel das weiche Bindegewebe und befindet sich zwischen Kapillare (feinste Verästelungen der Blutgefäße) und Zelle. Diese Strecke muss bei jedem Stoffaustausch überbrückt werden – ist also enorm wichtig.

Das Zumüllen tut nicht weh und eine ganze Weile merkt man auch nichts davon. Der Körper versucht stetig diese Art von Müll zu entsorgen. Aber täglich kommt neuer Müll hinzu – ein ganz schön schwerer Job! Irgendwann nimmt der Müll überhand und aus dem Eimer kann mit der Zeit eine richtige Deponie werden.

Erst wenn der Körper nicht mehr hinterher kommt und die Kapazität der Entgiftung ausgereizt ist, bekommst Du Symptome. Das Bindegewebe verschlackt und der Zellaustausch gerät zunehmends ins Stocken. Die eben erwähnte Strecke im Stoffaustausch ist blockiert.

Zwischen den Körperzellen und den Gefäßsystemen entsteht eine Minderversorgung mit Sauerstoff – das ist unter anderem auch ein Auslöser für die Abgabe von Entzündungshormonen.

Wann eine Ausleitung ratsam ist

  • nach überstandener Krankheit zur Ausleitung von Stoffwechselendprodukten/Giften/Toxinen
  • nach verstärkter Medikamenteneinnahme
  • nach behandelter bakterieller Erkrankung
  • nach behandelter viraler Erkrankung
  • bei Allergien und/oder Unverträglichkeiten
  • wenn Dein Stoffwechsel aus unerfindlichen Gründen brach liegt
  • wenn es keine Erklärung für Deinen unerfüllten Kinderwunsch gibt
  • bei chronischen Entzündungen
  • wenn Du nicht mehr menstruierst
  • bei Übersäuerung
  • vorbeugend als Kur
  • begleitend bei entzündetem Zahnfleisch/Zähnen
  • wenn Dein Darm / Deine Verdauung im Ungleichgewicht ist

Wann Du nicht entgiften solltest

  • bei auszehrenden Krankheiten
  • bei akuten Erkrankungen/Infekten
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • direkt nach Chemotherapien oder Bestrahlungen
  • bei Unklarheiten

Die Voraussetzung

Es ist gut zu wissen, dass an einer tiefgreifenden Entgiftung mehrere Organe beteiligt sind. Das schützt zum einen vor Überlastung eines einzelnen Organs und zum anderen werden die herauszuschleusenden Substanzen über unterschiedliche Organe aus dem Körper geleitet.

Eine geschickte Entgiftung öffnet zunächst alle Tore. Das ist ein Pflichtprogramm und sollte nicht vernachlässigt werden. Schließlich müssen die gelösten Schlacken auch den Körper verlassen können. Wird das Öffnen vergessen, kann es sehr unangenehm werden und die Gifte/Toxine verschlacken erneut im Bindegewebe.

Das Öffnen der Schleusen kannst Du Dir wie einen Weckruf vorstellen:

„Hallo Niere, ja genau – Du bist gemeint! Wir fahren jetzt ein Sonderprogramm und räumen mal richtig auf im Körper. Kannst Du bitte kräftig mit anpacken? Du bekommst auch jede Menge Unterstützung und eine ordentliche Portion Wasser zur Hilfe. Dankeschön!“

Ebenso passiert das mit der Leber, der Haut, dem Darm und der Bauchspeicheldrüse. Sofern alle Organe mitarbeiten können.

Sollte eines der Organe nicht mit angesprochen werden – zum Beispiel die Haut bei Neurodermitis – wird Dein Behandler ein Konzept auswählen, welches die Haut schont.

Womit entgiften?

Es stehen verschiedene bewährte Ausleitungsprogramme von etablierten Firmen zur Verfügung. Jede Firma hat ihre spezielle Rezeptur. Das ist gut so, denn nicht jede Kur ist auch für jeden Menschen geeignet.

Daher sollten tiefgreifende Kuren bei Beschwerden, Erkrankungen und chronischen Geschehen immer mit dem Therapeuten besprochen werden. Sie/er kennt die Gegenanzeigen und kann das passende Programm aussuchen und begleiten.

Der Verlauf

Eine gute Entgiftung dauert 6 – 8 Wochen. Die ausgewählten Arzneien haben so genug Zeit, von den äußeren Schichten bis in das tiefste Gewebe zu dringen und die Verschlackungen herauszulösen.

Ein Muß ist das vermehrte Trinken von stillem Wasser. Die gelösten Schlacken können sicher den Körper auf Nimmerwiedersehen verlassen. Zwei Liter Wasser sind das Minimum und sollten unbedingt eingehalten, besser noch auf 3 Liter angehoben werden.

Ein Tipp: Wer sich seine flüssigen Arzneien in zwei Literflaschen stilles Wasser (Glasflaschen) füllt und mit zur Arbeit nimmt, geht sicher, genug zu trinken und seine Arzneien nicht zu vergessen.

Um seine Entgiftung zu unterstützen, bieten sich auch Infusionskuren zur Begleitung an. Infusionen haben den Vorteil, direkt an Ort und Stelle zu gelangen – ohne Umwege über den Magen-Darm-Trakt.

Der Zeitpunkt

Ideale Entgiftungszeiten sind Frühjahr und Herbst. In diesen Jahreszeiten fällt es dem Körper leicht, auf die gezielt gesetzten Impulse zu reagieren.

Nebenwirkungen

Während der Entgiftung ist es durchaus möglich, dass Du gar nichts bemerkst. Das ist ein gutes Zeichen, denn dann sind die Arzneien passend gewählt, Du hast genug getrunken und Deine Organe sind nicht überlastet.

Wer auf die Entgiftung stärker reagiert (zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Pickel oder Gelenkschmerzen) sollte mit dem Behandler Rücksprache halten, evt. 1 – 2 Tage mit den Arzneien aussetzen und die Dosierung langsam wieder einschleichen.

Das Ergebnis

Viele Menschen fühlen sich nach der Ausleitung vitaler, fitter, weniger müde.

Weitere mögliche Ergebnisse: Stoffwechselankurbelung, Sinken der Infektanfälligkeit, Stabilisierung der Abwehrkräfte, Verbesserung der Schlafqualität, verbessertes Hautbild, Abnahme von allergischer Bereitschaft, Linderung von Entzündungsreaktionen, emotionale Stabilisierung und Steigerung der Lebensqualität.

Happy Detox!

lka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Folgen Sie ihr auf ihrer inspirierenden Facebook Seite für Frauen.