Weihrauch ist ein himmlisches Geschenk

Obwohl mir sehr weihnachtlich ums Herz ist, werde ich Dir heute nichts über die drei Weisen aus dem Morgenland erzählen, die dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe mitgebracht haben.

Vielleicht denkst Du bei Weihrauch ja auch an religiöse Riten, kultische Zwecke oder Räucherstäbchen aus den 80ern? Oder Du hast schon beim Lesen dieses Artikels den Geruch in der Nase, der Dich an Deine weihnachtliche Kindheit erinnert und den viel zu langen Kirchenbesuch (obwohl Du lieber Geschenke auspacken wolltest)?

Heute schätze ich die Heilkraft des Weihrauchs wert – seine balsamisches Geschenk für Körper und Seele. Und ich finde, das passt sehr gut in diese Zeit.

Die kompakten Infos

Der Weihrauchbaum gehört zur Familie der Balsambaumgewächse und wächst wild auf steinigen, trockenen Böden (Afrika, Arabien, Indien). Durch anritzen des Baumes tritt das Harz aus und trocknet an der Luft. Die Ölgewinnung entsteht durch Wasserdampfdestillation aus dem Harz. Medizinische Bedeutung haben sowohl das Harz als auch das ätherische Öl.

Seit langem ist das Harz und das balsamische Öl in der klassischen europäischen Naturheilkunde bekannt und erfreulicherweise auch in der modernen Medizin angekommen. Medizinisch besonders geschätzt werden die im Harz enthaltenen Boswelliasäuren.

Was können Boswelliasäuren?

Boswelliasäuren greifen in Entzündungsprozesse ein. Das macht sie besonders wertvoll für viele Entzündungsprozesse im Körper, wovon einige Erkrankungen auch von der modernen Weihrauchforschung begleitet wurden. Boswelliasäuren werden sowohl bei chronischen als auch akuten Entzündungen begleitend eingesetzt.

Die Wirksubstanzen von Weihrauch hemmen bestimmte Enzyme, die von einem (chronisch) entzündeten Gewebe freigesetzt werden. So werden die Entzündungsreaktionen spürbar verringert, was sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt.

Bei welchen Erkrankungen kann man Weihrauch therapeutisch einsetzen (Auswahl)?

  • Rheumatische Arthritis
  • chronische Gelenksentzündungen
  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
  • Asthma
  • Morbus Crohn
  • Colitis Ulcerosa
  • Wundheilungsstörung

Untersucht wird derzeit der begleitende Einsatz bei Krebserkrankungen. Der Ansatz beruht auf der Annahme, das bestimmte Inhaltsstoffe des Weihrauchs die Apoptose (den programmierten, gesteuerten Zelltod) unterstützen können.

Wirkt Weihrauch auf die Psyche?

Weihrauch hat eine starke Wirkung auf die Psyche. Die Inhaltsstoffe des ätherischen Öls wirken tief entspannend bei Nervosität, Ängsten, Erschöpfung, depressiven Verstimmungen und Alpträumen.

Hinweis: Wenn Du das Gefühl hast in Deinen Grundfesten nicht stabil zu sein, taste Dich behutsam an das ätherische Öl heran. Teste es zunächst vorsichtig durch Schnuppern. Spätere Anwendungen sollten immer verdünnt sein (zum Beispiel eingearbeitet in eine Körperlotion, Creme oder Hautöl).

Welche Weihrauch-Produkte gibt es?

Die Zulassung als Medikament ist in Deutschland noch nicht abgeschlossen. Daher müssen Therapeuten auf „Nahrungsergänzungsmittel“ zurückgreifen. Je besser die Qualität, desto höher ist auch der Preis des Produktes. Eine sehr gute Qualität, die auch dem Arzneimittelbuch entspricht, sollte selbstverständlich sein.

Zur Verfügung stehen derzeit Kapseln, Salben, Cremes und das ätherische Öl. Sehr hochwertige Produkte werden untersucht auf Schwermetalle, Lösungsmittelrückstände und den Mindestgehalt an Boswelliasäuren.

Vertrauenswürdige Lieferanten sind zum Beispiel das Kräuterhaus Sanct Bernhard oder die Heidelberg Apotheke aus Bisingen. Hier gibt es eine empfehlenswerte Sammlung an Fragen und Antworten zu den Einnahme- und Dosierungsempfehlungen.

Tipp

Bei Ekzemen, Neurodermitis oder Schuppenflechte kannst Du diese Mischung für Dich ausprobieren. Sie ist ganz leicht selber herzustellen (Dosierung gilt für Erwachsene):

  • 50 ml Jojobaöl
  • 15 – 20 Tropfen ätherisches Weihrauchöl (Bio, 100% naturrein, mit Herkunfts- und Chargenbezeichnung) – hier kannst Du Dich langsam an Deine Wohlfühldosierung herantasten
  • In eine Braunglasflasche füllen und sanft schwenken
  • Nach dem Waschen eine kleine Portion auf die noch leicht feuchte Haut auftragen und einziehen lassen

Fazit

Therapiebegleitend ist Weihrauch ein echtes Geschenk der Natur und die jahrtausend alte Erfahungsmedizin zeigt wohltuende Erfolge, die zunehmend auch medizinisch belegt werden können.

Wer unter chronischen Entzündungen leidet, sollte sich immer auf die Suche nach dem Auslöser machen. Denn dann kann der Weihrauch begleitend sein volles Potenzial entfalten und Dir seine ganze Kraft schenken.

Ich wünsche Dir alles Gute und freue mich auf Deine Erfahrungen mit dem kostbaren Gesundheitsgeschenk.

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About Ilka Sterebogen

Heilpraktikerin

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