Adieu Vaginose!

Adieu Vaginose!

Eine Vaginose ist eine bakterielle Fehlbesiedlung der Vaginalflora und kann sich durch verschiedenste Symptome bemerkbar machen. Manchmal bleiben die Symptome aber aus und der Befall wird zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung herausgefunden.

Eine Vaginose muss sich auch nicht unbedingt durch einen unangenehmen Geruch oder Ausfluss bemerkbar machen. Es gibt Keime, die machen so gut wie keine Beschwerden, müssen aber behandelt werden.

Wenn Du gerade von Bakterien geplagt wirst, solltest Du zügig tätig werden. Es ist kein Beinbruch und jede Frau hat irgendwann im Leben mit einer Vaginose zu tun. Manchmal kommt es sogar zu mehreren Infektionen hintereinander, auch mit wechselnden Keimen.

Heilpraktiker haben bei Geschlechtserkrankungen und sexuell übertragbaren Krankheiten Behandlungsverbot. Ich darf Dich begleiten, therapeutisch unterstützen und Dir im Anschluss an Deine Therapie naturheilkundlich stärkend zur Seite stehen.

Häufige Erreger

  • Gardnerellla
  • Chlamydien
  • Mykoplasmen
  • Streptokokken
  • Staphylokokken

Was diese Erreger alle gemeinsam haben: sie haben die guten und gesunden Milchsäurebakterien verdrängt. Milchsäurebakterien sind unerlässlich für eine gesunde Vaginalschleimhaut und intakte Abwehrmechanismen.

First Step

Der erste Schritt sollte unbedingt der Termin bei Deiner Gynäkologin sein. Deine Ärztin kann einen Abstrich machen, der im Labor untersucht wird. Hier kann der Keim bestimmt werden und gleichzeitig auch ein Antibiogramm erstellt werden.

Ein Antibiogramm macht Sinn, denn es zeigt genau, welches Antibiotikum greift und die krankmachenden Bakterien wirksam bekämpft. Das spart wertvolle Zeit und schont Deine Gesundheit.

Häufige Ursachen und was Du tun kannst

#1 Hormonelle Schwankungen

Hier spielt der Östrogenspiegel eine große Rolle. In der Schwangerschaft, während/direkt nach der Menstruation und in den Wechseljahren gibt es Schwankungen, die eine Fehlbesiedlung begünstigen können.

Tipp: In der Schwangerschaft solltest Du ganz besonders auf einen ausgeglichenen ph-Wert achten. Du kannst Dir für zuhause Teststreifen (pH Selbsttest) besorgen oder spezielle Test-Handschuhe. Bei Fragen oder Unsicherheiten kannst Du vertrauensvoll Deine Gynäkologin oder Hebamme fragen.

Wenn Du nicht schwanger bist aber mit einem schwankenden Hormonspiegel zu tun hast, kannst Du mit naturheilkundlichen Arzneien regulierend unterstützen. Empfehlenswerte Präparate sind zum Beispiel: Hormeel Tropfen (Firma Heel), Phyto L Tropfen (Firma Steierl) oder Alchemilla Urtinktur (Ceres).

#2 Schmierinfektionen

Die meisten Frauen denken dabei an die oberste Regel beim Toilettengang: „Von vorne nach hinten.“ Was genauso wichtig ist: Wenn Du häufiger mit weichen Stühlen oder Durchfällen zu tun hast kann es sein, dass kleinste Verunreinigungen eine erneute Infektion auslösen. Ziel ist es, einen geregelten und gesunden Verdauungsvorgang zu haben.

Tipp: Bringe Deinen Darm auf Vordermann und unterstütze ihn mit gesunden Darmbakterien (z.B. Synomed Enterobact oder OmniBiotic 6).

Bis sich alles stabilisiert hat, sorge nach jedem Toilettengang für wohltuende Hygiene. Wenn Du zuhause bist, kannst Du mit lauwarmen, klarem Wasser nachspülen. Bist Du unterwegs, empfehle ich Dir die Feuchttücher „Intifresh“ von MultiGyn (reinigen, blockieren unerwünschte Bakterien, 100% biologisch abbaubar).

#3 Antibiose

Ein Antibiotikum zieht auch die gesunden Bakterien in Mitleidenschaft. Wenn Du krank bist und ein Antibiotikum nehmen musst, kannst Du Vorsorge treffen. Besorge Dir gesunde Darmbakterien (bitte mindestens zwei Stunden Abstand zum Antibiotikum halten) und Milchsäurebakterien für die Scheide.

Führe die Einnahme deutlich über den Zeitraum der Antibiotikumverordnung durch.

#4 falsche Intimpflege

Bitte verzichte auf Intimpflegeprodukte. Ganz egal ob seifenfrei oder ph-Wert angepasst – das einzige was Dein Intimbereich braucht (und verträgt) ist klares Wasser. Alles andere, auch wenn es speziell für den Intimbereich deklariert ist, verstärkt das Ungleichgewicht.

Vaginalspülungen benötigen nur wenige Frauen in Ausnahmefällen. Sie sind keine generelle Empfehlung.

#5 Stress

Stress verschiebt die innere Balance in allen Bereichen. Es macht für den Körper keinen Unterschied, ob Du positiven oder negativen Stress hast. Für Deinen Körper ist es in erster Linie „Alarm“ und schwächt die Immunabwehr.

Tipp: Versuche die Stressoren auszuschalten, auf die Du Einfluss nehmen kannst. Begleitend kannst Du mit der Pflanze Rosenwurz arbeiten. Studien haben bewiesen, dass Rosenwurz einen Einfluss auf die Cortisol-Ausschüttung hat und stabilisierend bei Stress-Situationen wirkt (z.B. Rhodiolan von der Firma Loges).

Info: Wusstest Du, dass unverträgliche Lebensmittel Deinen Körper stressen, das Immunsystem beeinflussen und die Verdauung stören? Ein einfacher Test bringt Licht in eine individuell verträgliche Lebensmittelauswahl.

#6 geschwächtes Immunsystem

Finde heraus, was Dein Immunsystem schwächt. Ist es ein Infekt oder eine kurze Erkrankung, achte anschließend auf viel frische Luft, Vitamine und Mineralien. Sitzt der Grund tiefer, lohnt es sich Hilfe zu holen. Ansonsten könnte aus einer einmaligen Vaginose eine wiederholte Belastung entstehen.

Leidest Du bereits unter einer sich wiederholenden (rezidivierenden) Vaginose, gibt es in der Naturheilkunde tiefgreifende Therapien. Du bist in keinem Fall alleine damit und kannst mit Hilfe eines auf Frauengesundheit spezialisierten Therapeuten aktiv werden.

Empfehlungen für Deine Frauengesundheit

  • Wasche Deine Unterwäsche immer bei mindestens 60, besser 95° in der Waschmaschine. Du benötigst kein Desinfektionsmittel.
  • Trage ausschließlich Baumwollunterwäsche.
  • Verzichte auf Weichspüler.
  • Verwende Milchsäure/Milchsäurebakterien für mehrere Wochen. In den meisten Packungen sind Zäpfchen/Kapseln für 7 Tage enthalten. Das reicht in der Regel nicht aus.
  • Lüften: viele Bakterienarten mögen keinen Sauerstoff. Wenn Du morgens und/oder abends ein paar Minuten Privatsphäre für Dich hast, lüfte Deinen Intimbereich. So kannst Du Deine Therapie sehr effektiv unterstützen.
  • Verabschiede Dich von Tampons und steige auf Binden um. Deine Vaginalschleimhaut wird nicht mehr gereizt und trocknet nicht mehr aus. Sie wird stabiler und abwehrstärker.
  • Benutze keine Slipeinlagen. Wenn es sich ausnahmsweise nicht vermeiden lässt, steige auf Einlagen ohne Plastikfolie und ohne Duft um.
  • Ein trockener Intimbereich kann äußerlich sehr gut mit einem hochreinen Bioöl gepflegt werden. Es eignen sich z.B. Jojobaöl oder Nachtkerzenöl. Bitte achte auf beste Qualität und eine sparsame Dosierung.

Empfehlenswerte Produkte

  • MultiGyn Actigel (Vorbeugung und Behandlung bakterieller Vaginosen)
  • Canesbalance (ph-Regulierung, während der Schwangerschaft geeignet, Vorbeugung und Behandlung)
  • MultiGyn Flora Plus (geeignet nach Menstruation, nach Geschlechtsverkehr, stimuliert Laktobazillen)
  • Vagisan Milchsäure Bakterien (wenn die Flora stark gestört ist und gute Bakterien bereits fehlen)
  • Vagisan Milchsäure Zäpfchen (zum Anfüttern, wenn Du noch genug eigene gute Bakterien hast)
  • Canestest (vaginaler Selbsttest, Klärung Pilzbefall oder bakterielle Vaginose)
  • MultiGyn Intifresh (Feuchttücher für unterwegs)

Ist das genau Dein Thema und suchst Du einen passenden Weg? Wie immer bin ich mit einem kostenlosen kleinen Brainstorming gerne für Dich da.

Wenn Du meine Tipps regelmäßig lesen möchtest, trage Dich in meinen Newsletter ein – ein nützliches Dankeschön für sofortige Power gibt es auch dazu.

Alles Gute für Dich und Deine Frauengesundheit wünscht Dir
Ilka

 

 

 

 

About Ilka Sterebogen

Heilpraktikerin

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